Parasitisch

Autor: Frank Moser
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Dokument: B FM 00017

Lebensweise, bei der bestimmte Organismen – z.B. Pilze – als Parasiten zeit-weilig oder dauernd mit anderen lebenden Organismen (Wirte) direkte ernährungsphysiolo-gische Beziehungen eingehen, wobei der Parasit auf Kosten des Wirtes existiert und diesen

- zwar schädigt, aber ihn nicht abtötet, weil er dessen Existenz zu seinem eigenen Überleben

benötigt, oder

- ihn allmählich so schwächt, daß er abstirbt (z.B. Puppenkernkeule)

Viele Parasiten kommen zum Beispiel über Wunden (aufgerissene Baumrinde – z.B. Frostleisten, Schnittstellen abgesägter Äste usw.) in den Wirt (Wundparasiten) oder befallen nur geschwächte Wirte (Schwächeparasiten)

Ein gefürchteter Gehölzeparasit, der z.T. beträchtliche Forstschäden anrichtet, ist der Hallimasch (Armillariella mellea), der Rhizomorphen bildet (dicke, wurzelartige Myzel-stränge, die den Boden oder auch das Substrat durchziehen und die sogar bei Nacht durch Biolumineszenz leuchten können) und mit ihnen auch gesunde Bäume infiziert.