Pilze

[Fungi]

Autor: Frank Moser
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Dokument: B FM 00002

Pilze: chlorophyllfreie Organismen mit heterotropher Ernährungsweise (Aufnahme organi-scher Nahrung). Die meisten Pilze ernähren sich, indem sie Enzyme ausscheiden, mit deren Hilfe sie organische Substanzen in der Umgebung der Pilzfäden – [Hyphen] - zersetzen und diese Nahrung in flüssiger Form durch die dünnen Zellwände aufnehmen.

Pilze sind (gemeinsam mit den Bakterien) für den Zerfall und die Zersetzung abgstorbener organischer Substanzen und deren Umwandlung in Humus verantwortlich. Sie sind ein wichtiges ökologisches Element und zur Aufrechterhaltung vieler Nährstoffkreisläufe unerlässlich.

Pilze bestehen meist aus feinen Fäden – den Hyphen.Die Zellen der Hyphen bestehen bei den meisten Pilzen aus Chitin.

Pilze benötigen neben Sauerstoff viel Wasser, Kohlehydrate, Nitrate, Ammoniumsalze und solche Elemente wie Phosphor, Magnesium. Kalium, Schwefel, Eisen, Kupfer, Mangan, Zink, Molybdän u.a.

Man unterscheidet 2 Großgruppen: Niedere Pilze und Höhere Pilze („Fungi“). Für den Pilzfreund sind nur die Höheren Pilze wirklich interessant, denn hierzu gehören die [Ascomyceten] und [Basidiomyceten].

Wegen der unterschiedlichen Ernährungsweise der Pilze unterscheidet man auch noch [Saprophyten], Symbionten ( siehe auch [Mykorrhiza]) und [Parasiten].

Pilze sind für den Menschen meist reines Sammelobjekt zu Nahrungszwecken, können aber auch große Schäden anrichten wie z.B. Hausschwamm, Schimmelpilze usw., schwere Vergiftungen hervorrufen – Grüner Knollenblätterpilz u.a., aber auch verschiedene Schimmelpilzarten wie der Gießkannenschimmel Aspergillus flavus können z.B. schwere Atemwegserkrankungen verursachen (Der „Fluch des Pharao“ ist eventuell die Folge des Einatmens der Sporen von Aspergillus flavus!). Die von ihnen gebildeten Aflatoxine sind eine der krebserregensten Substanzen (oral eingenommen), die man heute kennt. Pilze können dem Menschen aber auch nutzen – z.B. als Edelschimmel bei der Käseproduktion, als Hefen oder zur Gewinnung des Antibiotikums Penicillin.

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