Mauereidechse Paar
Ein Mauereidechsenpaar im Frühling aus den Rheingau.

Dokument: ZS 00007

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Mauereidechse (Podarcis muralis)

Klasse Reptilien (Reptilia)
Familie: Echte Eidechsen (Lacertidae)

Autor: Marc Zschaler
Mail: Marc Zschaler@natur-lexikon.com
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Allgemeines:
Die Mauereidechse besitzt einen spitzen Kopf, einen schlanken, mäßig abgeflachten Körper und einen langen Schwanz. Die Kopfrumpflänge beträgt bis 7,5 cm, die Schwanzlänge beträgt das 1 1/2 bis 2 1/4-fache dieser Länge. Das sogenannte Halband an der Halsunterseite hat einen glatten Rand.

Die Färbung ist sehr variabel und besteht auf der Oberseite aus den unterschiedlichsten Brauntönen. Die Männchen zeigen auch manchmal eine grünliche Zeichnung und am Übergang zwischen Flanken und Bauch auch einzelne blaue Schuppen. Vorherrschend sind an den Flanken dunkle Töne die zum Rücken meist mit einer dunklen Längslinie anschliessen. Der Rücken ist meist heller und hat manchmal in der Mitte eine durchbrochene Längslinie. Bei den Männchen lösen sich diese Längszeichnungmuster oft auch in Netzzeichnungsmuster auf.

Mauereidechse Weibchen
Ein Weibchen aus den Pyrenäen.

Die Bauchfärbung reicht bei den Weibchen von Cremeweiss bis Kupferbraun und ist fast einfarbig. Bei den Männchen kann er auch leuchtend gelb bis orange gefärbt sein und ist oft stark dunkel gepunktet bis fast ganz schwarz.

Verbreitung:
Die Mauereidechse kommt von NO- und Mittelspanien ostwärts über Mittel- und Südeuropa vor und die Balkanländer bis zur Westküste des Schwarzen Meeres. Im Norden reicht ihr Vorkommen bis Südengland

In Deutschland kommt die Mauereidechse in den klimatisch begünstigten Tälern des Rheins, der Mosel, der Ahr, der Lahn, des Neckars vor. Die nördlichste Verbreitung in Deutschland liegen in der Eifel (Rurtal) und im Siebengebirge.

Lebensraum:
Die Mauereidechse besiedelt warme Biotope an Fels- und Weinhängen, Bahn- und Straßenböschungen und Mauern bis in Siedlungen und Städten, aber auch wärmebegünstigte lichte Wälder.


Ein Männchen aus den Cevennen, Südfrankreich.

Lebensweise:
Die Mauereidechse ist die agilste und behendeste der einheimischen Eidechsenarten. Sie ernährt sich von Insekten, Spinnen und anderen Gliedertieren, geht aber auch an süsse Früchte.

Etwa vier Wochen nach der Winterruhe im März, beginnt die Paarungszeit. Die Männchen verteidigen dabei Reviere. Das Weibchen legt in selbsgegrabenen Löchern und Mauerritzen 2-10 Eier. Je nach Verbreitung sind 2-3 Gelege möglich. Die Winteruhe beginnt je nach Witterung meist im Oktober. Manchmal sonnen sich einzelne Tiere an warmen Tagen auch im Winter und Vorfrühling.

Literatur:
Arnold, Edwin N.: Pareys Reptilien- und Amphibienführer Europas, Verlag Paul Parey, Hamburg, Berlin

Mauereidechse
Foto: Matthias Zimmermann



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Mauereidechse

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