Zauneidechse
Ein Männchen der Zauneidechse.

Dokument: ZS 00004

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Zauneidechse (Lacerta agilis)

Klasse Reptilien (Reptilia)
Familie: Echte Eidechsen (Lacertidae)

Autor: Marc Zschaler
Mail: Marc Zschaler@natur-lexikon.com
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Allgemeines:
Die Zauneidechse ist noch relativ weit verbreitet und mit über 20 cm Gesamtlänge, wovon ca. 9 cm auf Kopf und Rumpf entfallen, die zweitgrößte einheimische Eidechse.

Die Zeichnung der Zauneidechsen besteht auf dem Rücken aus einem mittelbraunen Band mit dunklen Flecken die manchmal helle Tupfen zeigen. In der Mitte verläuft ein stark unterbrochener Mittelstrich aus diesen hellen Flecken. Links und rechts wird diese Rückenzeichnung von zwei helleren Längsbändern begrenzt. An der Seite besitzen sie meist Augenfleckenzeichnungen.

Die Männchen besitzen an den Seiten eine grüne Farbe, die während der Paarungszeit, nach der ersten Häutung besonders intensiv ist. Es gibt auch männliche Exemplare deren Rückenzeichnung ebenfalls Grün ist. Die Gestalt der Zauneidechse ist relativ gedrungen und kräftig.

Die Art ist in Europa von den östlichen Pyrenäen über fast ganz Frankreich, Mittel-, Osteuropa, dem Balkan bis Mittelasien verbreitet. Im Norden erreicht sie Dänemark und Südschweden. In England ist sie auf wenige inselartige Vorkommen beschränkt. Sie fehlt in Iberien, Südwestfrankreich, der Bretagne, Italien und Griechenland.

Zauneidechse Weibchen
Ein Weibchen der Zauneidechse sonnt sich mit weit gespreizten Rippen in den ersten Frühlingssonnenstrahlen.

Lebensraum:
Die Zauneidechse bewohnt offene relativ trockene Lebensräume, wie Brachflächen, Weg- und Heckenränder, Straßenböschungen, Bahndämme, Obstwiesen, struppige Wiesen, Steinbrüche, auch Felder und Gärten. Im Norden auch in Dünen und Heiden, im Süden eher in den Mittelgebirgs und Höhenlagen bis 2000.


Ein Weibchen der Zauneidechse vom Neusiedler See mit sehr kontrastreicher Zeichnung und deutlichem Leibesumfang, der die baldige Eiablage anzeigt.

Lebensweise:
Nach der Winterruhe im März und der ersten Häutung beginnt die Paarungszeit in der die Männchen Territorien beziehen und diese gegen andere Männchen oft in heftigen Kämpfen verteidigen.

Nach der Paarung werden die meist 10 - 15 Eier vom Weibchen in selbstgegrabenen Röhren vergraben. Die Jungen schlüpfen meist im August. Die Zauneidechsen sind meist bodenbewohnend, können aber auch sehr gut klettern und springen und erklettern so bei der Jagd auf Insekten auch Büsche und Mauern.

Die Eidechsen bewegt sich meist am Boden, selten klettert sie auch in niedriger Vegetation und jagen hier Insekten, Spinnen, Würmer, Asseln und andere Gliedertiere.

Literatur:
Arnold, Edwin N.: Pareys Reptilien- und Amphibienführer Europas, Verlag Paul Parey, Hamburg, Berlin.

Zauneidechse nah Männchen
Foto: Matthias Zimmermann



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