Fichtenreizker

Fichtenreizker (Lactarius deterrimus Gröger)
syn. Echter Reizker, Blutreizker, Edelreizker

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Sprödblättler (Russulales)
Familie: Täublinge (Russulaceae)
Gattung: Milchlinge (Lactarius)

Autor: Walter J. Pilsak
Mail: walter.pilsak@gmx.de
Website: www.pilsak.de

Dokument: WP 00029

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Hut und Fruchtkörper:
3- 12cm breit, Farbe zunächst orangerot, später grünlich gezont. Alte Exemplare oft völlig grün. Hut gewölbt, später niedergedrückt bis trichterförmig. Rand eingerollt.

Lamellen:
angewachsen-herablaufend und hell orangefarben, später grün fleckend

Stiel:
hohl und bis 7cm hoch und 2cm dick, orangefleischrötlich

Fichtenreizker

Fleisch:
gelblichblass, fest,  im Alter auch grünlich u. brüchig, Geruch obstartig, Geschmack herb bis bitterlich, Geruch süsslich, obstartig

Sporenpulver:
hellocker ,Sporenmaße: 7,5-10/6-7,5.

Vorkommen:
Von August bis November bei Fichten sehr häufig

Verwechslungen:
Von anderen ungenießbaren oder giftigen Milchlingen unterscheiden sich der Fichtenreizker sowie die anderen verwandten essbaren Arten durch ihre rötliche Milch. Weitere essbare  rotmilchende Reizker sind: Edel- oder Echter Reizker (L. deliciosus), Lachsreizker (L. salmonicolor), Grünender Kiefernreizker (L. semisanguifluus), Grauer Kiefernreizker (L. quieticolor) u. Weinroter Kiefernreizker (L. sanguifluus).

Äußerlich ist der giftige Birkenreizker (L. torminosus) dem Fichtenreizker am ähnlichsten. Er sondert jedoch weiße Milch ab.

Geniessbarkeit:
Obwohl der Fichtenreizker von den bei uns vorkommenden Reizkerarten mit roter Milch der minderwertigste ist, wird er aufgrund seiner Häufigkeit am meisten gesammelt. Er sollte jedoch nicht gekocht sondern nur gebraten werden, da das Fleisch sonst weich wird. Am besten schmecken junge Hüte. Aufgrund des starken Madenbefalls findet man oft nur junge verwendbare Exemplare. Nach Rose Marie Dähncke (Pilzschlemmereien) kann man sie auch sauer einlegen oder aus ihnen eine Suppe zubereiten.

Wissenswertes:
Nach dem Verzehr von Fichtenreizkern kann sich der Urin rötlich verfärben, was aber kein Anzeichen einer Erkrankung ist. Die rote Milch bei den Reizkern bürgt für Essbarkeit, da alle ungenießbaren und giftige Milchlinge weiße oder wässerige Milch besitzen.

Alle rotmilchenden Reizker gehen Mykorrhizaverbindungen mit Nadelbäumen ein.

Gefährdung:
Kommt noch sehr häufig vor

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