Kiefer

Gewöhnliche Kiefer (Pinus silvestris)
syn.
Waldkiefer, Föhre, Dähle

Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)

Gattung: Pinus

Autor: Walter J. Pilsak
Mail: walter.pilsak@gmx.de
Website: www.pilsak.de

Dokument: WP 00022

► mehr Pflanzen


Kurzbeschreibung:
Immergrüner Nadelbaum

Wurzel:
Tiefgehende Pfahlwurzel mit zahlreichen Nebenwurzeln.

Föhre

Stamm und Rinde:
Die Kiefer kann eine Höhe von 10 bis 30 m erreichen. Ihr Stamm ist je nach Standort entweder bis hoch hinauf astrein oder aber niedrig und knorrig gedreht. Das Holz ist sehr harzreich.
Die Rinde ist bei jungen Bäumen fast fuchsrot und bei älteren hell rötlichbraun bis graubraun mit tiefen Furchen und dicken Platten.

Kiefer im Winter

Krone:
Hoch angesetzt und im Alter stark abgewölbt oder schirmförmig.

Nadeln:
Die zwei bis drei Jahre alt werdenden, langen Nadeln stehen in Büscheln zu 2, 3 oder 5 – je nachdem um welche Kiefernart es sich handelt.

Kiefer Nadeln

Blüten:
Die ersten Blüten werden zwischen dem 30. und 70. Lebensjahr gebildet. Die männlichen gelben Blüten befinden sich als ährenartige Stände an jungen Trieben. Die weiblichen Blüten sind zunächst rosa und dann grün. Zwei Jahre brauchen die 3 bis 7 cm langen Zapfen der Kiefer bis zur Reife. Sie bleiben auch nach der Samenausschüttung am Baum hängen.

Föhre Rinde

Verschiedenes:
Wer kennt sie nicht, die Kiefer, die in ganz Deutschland ihre Verbreitung hat. Vor allem im Norddeutschen Tiefland, im Nürnberger Raum und auf den Mittelterrassen des Niederrheins kommt sie häufiger vor.


Die Kiefer, die auch Föhre, Forle oder Forche genannt wird, ist trotz der enormen Höhe die sie erreichen kann, ein sehr sturmfester Baum. Diese Standfestigkeit erhält sie durch ihr tief in den Boden gehendes Wurzelsystem. In ihrer Anspruchslosigkeit gedeiht dieser Baum auf fast allen Böden. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Untergrund auch aus Fels oder Sand besteht.

Kiefer

Die Nadeln sitzen immer paarweise an den Zweigen. Im Gegensatz dazu hat die Strobe oder Weymuthskiefer ihre Nadeln immer in Büscheln zu fünf Stück. Es gibt von der Kiefer auf der ganzen Welt fast 50 angepflanzte Formen. Bei uns ist jedoch die Flachlandform und die sogenannte herzynische Höhenkiefer vorherrschend. Einzelne Exemplare können ein Alter von 600 Jahren erreichen. Doch finden wir nur wenige von ihnen, da dieser Baum zu den forstwirtschaftlich wichtigsten zählt.

Eine weitere Art der Kiefer ist die Berg-Kiefer, die in vier Unterarten eingeteilt ist. Am bekanntesten ist wohl die Latsche, die in den Alpen bis in einer Höhe von 2500 Metern wächst. Sie hat hier eine wichtige Funktion, indem sie an Steilhängen die Erosion verhindert sowie vor Lawinen schützt.

Föhre

LITERATUR
BLV Naturführer Bäume u.Sträucher / K.Harz / München
Bäume u.Sträucher / Jean-Denis Godet / Augsburg 1987
Bäume u.Sträucher im Garten / R.Hansen u. F.Stahl / Ulm 1980
Unsere Bäume / K.Schnelting / München 1992
So stirbt der Wald / München 1985
Die Heilkraft der Bäume / K.Allgeier / München 1986
Rettet den Wald / H.Stern / München 1979
Deutschlands alte Bäume / S.Kühn, B.Ulrich, U.Kühn / München 2003



Alle gezeigten Texte und Bilder unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Eine Kopie oder Nutzung ausserhalb des Natur-lexikon.com ist nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Autors / Fotografen gestattet. Eine Einbindung der Bilder in fremde Webseiten ist grundsätzlich nicht gestattet. Mit der Nutzung der Website Natur-Lexikon.com stimmen Sie der Nutzung von Cookies und der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google zu. Weitere Details entnehmen Sie den Informationen zum Datenschutz. Die gezeigten Inhalte dienen der Weiterbildung.

Kiefer / Föhre

Natur-Lexikon.com