Fichte

Fichte (Picea abies)
syn. Rottanne

Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)
Gattung: Picea

Autor: Walter J. Pilsak
Mail: walter.pilsak@gmx.de
Website: www.pilsak.de

Dokument: WP 00021

► mehr Pflanzen


Kurzbeschreibung:
Immergrüner Nadelbaum

Wurzel:
Flachwurzler, (deshalb sehr Windbruchgefährdet)

Rottanne

Stamm und Rinde:
Die Fichte, die im Nutzwald selten älter als 150 Jahre wird, kann eine Höhe von 30 bis 50 Meter erreichen. In urwaldähnlichen Beständen kann sie auch bis zu 600 Jahre alt werden.

In ihrer Verzweigung variiert die Fichte sehr stark. Im Freistand ist sie bis weit herab mit Ästen versehen. Da wo sie dicht mit anderen Bäumen zusammen steht, sterben die Zweige der unteren Hälfte ab. Ihre quirlig stehenden Zweige sind in der oberen Stammhälfte waagrecht oder aufwärts gerichtet und in der unteren Hälfte hängen sie bogig abwärts.

Die Rinde ist zunächst rotbraun glatt oder etwas feinschuppig. Im Alter wird sie graubraun und blättert als Borke in Form von runden Schuppen ab.

Fichte Nadeln

Krone:
Bis ins hohe Alter kegelförmig, pyramidenförmig mit deutlich spitzem Gipfel.

Nadeln:
Die 5 bis 25 mm langen Nadeln sind sehr dicht und spiralig gestellt. Sie werden 5 bis 7 Jahre alt.

Rottanne Stamm

Blüten:
Nach einem Alter von 40 bis 60 Jahren blüht der Baum das erste Mal. In Abständen von 4 bis 7 Jahren blüht die Fichte dann regelmäßig. Die männlichen Blüten sind kugelig und etwa 1 cm groß. Sie sind erst karminrot und werden dann gelb. Die weiblichen Blüten sind leuchtend purpurrot und zapfenförmig aufrecht stehend. Im Jahr darauf werden sie reif und braun. Die 10 bis 16 Zentimeter langen Fichtenzapfen sind im August ausgewachsen und im Oktober reif.

Fichte Zweige

Verschiedenes:
In den vergangenen Jahrhunderten bedeckte weitgehend noch ein Buchen-, Tannen- und Fichten-Mischwald das Land. Doch der ungeheure Holzverbrauch im Mittelalter führte zur Verschiebung des Baumartenverhältnisses. Mit einem Anteil von rund 60 Prozent am Baumbestand ist die schnell wachsende Fichte heute der wichtigste Baum in der Forstwirtschaft. Viele Dinge, von der Wiege bis zum Sarg, sind aus Fichtenholz gezimmert. Auch das Brauchtum wird von diesem Baum geprägt. Es sei nur an Maibaum und Weihnachtsbaum erinnert.

Rottanne Gegenlicht

LITERATUR
BLV Naturführer Bäume u.Sträucher / K.Harz / München
Bäume u.Sträucher / Jean-Denis Godet / Augsburg 1987
Bäume u.Sträucher im Garten / R.Hansen u. F.Stahl / Ulm 1980
Unsere Bäume / K.Schnelting / München 1992
So stirbt der Wald / München 1985
Die Heilkraft der Bäume / K.Allgeier / München 1986
Rettet den Wald / H.Stern / München 1979
Deutschlands alte Bäume / S.Kühn, B.Ulrich, U.Kühn / München 2003



Alle gezeigten Texte und Bilder unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Eine Kopie oder Nutzung ausserhalb des Natur-lexikon.com ist nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Autors / Fotografen gestattet. Eine Einbindung der Bilder in fremde Webseiten ist grundsätzlich nicht gestattet. Mit der Nutzung der Website Natur-Lexikon.com stimmen Sie der Nutzung von Cookies und der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google zu. Weitere Details entnehmen Sie den Informationen zum Datenschutz. Die gezeigten Inhalte dienen der Weiterbildung.

Fichte / Rottanne

Natur-Lexikon.com