Sonnentau

Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia)

Familie: Sonnentaugewächse (Droseraceae)

Autor: Walter J. Pilsak
Mail: walter.pilsak@gmx.de
Website: www.pilsak.de

Dokument: WP 00014

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Beschreibung: Fleichfressende Pflanze
Blattrosette aus langgestielten, runden Blättern, an dessen Enden sich rote Tentakel befinden. Aus der Mitte der Rosette entspringt der aufrechte Blütenstiel, der meist doppelt so lang ist, wie die Blätter. An den Enden der scharlachroten Tentakel befinden sich glitzernde Perlen, die wie Tautropfen wirken. Das Insekt jedoch, das hier seinen Durst stillen will, ist unwiderruflich verloren. Bei den vermeintlichen Tautropfen handelt es sich nämlich um einen klebrigen Schleim, der das Opfer nicht mehr loslässt. Beim Fluchtversuch kommt das Insekt mit immer mehr Tröpfchen in Berührung und wird so langsam durch die sich biegenden Fangarme in die Mitte gedrängt. Daraufhin sondert die Pflanze nicht mehr den klebrigen Schleim ab, sondern einen Verdauungssaft, wobei das Insekt aufgelöst wird. Mittels Enzymen werden die Weichteile zersetzt und chemisch so aufgespalten, dass die Pflanze diese Lösung mittels Drüsen aufnehmen kann.


Foto: Matthias Zimmermann

Verbreitung:
Hochmoore, Flachmoore und Zwischenmoore. Der Sonnentau kommt aber auch auf sandigen Torfböden vor. Er ist sehr selten, doch da wo er auftritt, geschieht dies meist in größeren Beständen. Die Pflanze steht unter Sammelverbot.


Verschiedenes:
Die bekannteste Fleischfressende Pflanze ist der Sonnentau, den zumindest dem Namen nach fast jeder kennt. Von ihm gibt es bei uns drei Arten. Dies sind der Mittlere, der Langblättrige und der Rundblättrige Sonnentau.

Welch einen Fleischhunger der Sonnentau hat, beobachtete ein Wissenschaftler in der Nähe der Küste bei Norfolk. In einer Sonnentaukolonie mit einer Ausdehnung von einem Hektar wurden insgesamt sechs Millionen Kohlweißlinge gefangen. Das waren pro Pflanze zwischen vier und sieben Exemplare.


Foto: Matthias Zimmermann



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