Achat

Achat (Quarz - Siliciumdioxid)


Klasse/Gruppierung: Oxide / Untergruppe der Chalcedone

Autor: Walter J. Pilsak
Mail: walter.pilsak@gmx.de
Website: www.pilsak.de

Dokument: WP 00002

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Farbe: verschieden gestreift
Härte 61/2 - 7
Dichte 2,6 – 2,7
Formel:SiO2 Siliciumdioxid
Bruch: uneben
Kristalle: (trigonal) mikrokristalline AggregateSpaltbarkeit: keine
Strichfarbe: weiß
Glanz: Glasglanz

Achat Schnitt

Kein anderer Stein ist so reich an Farben und Formen wie der Achat. Er besteht aus einem rhythmischen, feinschichtigen Aufbau aus verschiedenfarbigen Chalcedonlagen. Dabei gleicht kein Achat dem anderen. Jeder ist in seiner Zeichnung ein nur einmal existierendes Original.

Findet man einen Achat in der Natur, so ist er für den Laien nur ein gewöhnlicher Stein. Erst wenn die meist faust- bis kopfgroßen Achatknollen aufgesägt und geschliffen werden, kommt ihre einzigartige Schönheit zum Vorschein.

Achat

Bis heute gibt es über die Entstehung des Achats sich zum Teil widersprechende Theorien. Sicher ist jedoch, dass sich der Grundstoff Quarz aus wässrigen Lösungen in rundlichen Hohlräumen vulkanischen Gesteins abgeschieden hat. Durch zeitliche wechselnde Verunreinigungen durch andere Mineralstoffe wurden die verschiedenen Schichten gefärbt.

Achatsteine werden seit Urzeiten als Rohstoff für Kultur und Kunst verwendet. Schon den Sumerern war ihre Verarbeitung bekannt. Die Griechen hatten berühmte Achatkünstler, und in Rom durften nur die Patrizier Fingerringe mit Achat tragen. Der Achat findet aber auch Verwendung in der Edelsteinmedizin der heiligen Hildegard.

Jeder Fundort weist andere Formen und Farben auf. Die schönsten Achate Deutschlands fand und findet man in der Umgebung von Idar-Oberstein im Nahetal. Hier entstand ein ganzer Industriezweig, der z.T. noch heute von der Achatverarbeitung lebt. Aber auch im Saarland und in Sachsen fand man schöne Achate. Achatfundstellen in Bayern sind bei Erbendorf, in Rotschreuth bei Kronach sowie bei Freihung in der Nähe von Weiden Große Achatlagerstätten befinden sich auch in Brasilien, Uruguay, Südafrika und Indien. Der Name Achat soll sich von einem Fluss in Sizilien, dem Achates, ableiten.

Literatur u.Quellen:
Mineralfundstellen Atlas Deutschland / S.Weiß / München
Mineralien und Kristalle / R. Hochleitner / München
Edelsteine und Schmucksteine / W.Schumann / München

Mehr Informationen unter Quarz



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