Eberesche

Gemeine Eberesche, Vogelbeerbaum (Sorbus aucuparia L.)

Familie: Rosengewächse (Rosaceae)

Autor: Walter J. Pilsak
Mail: walter.pilsak@gmx.de
Website: www.pilsak.de

Dokument: WP 00001

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Siehe auch: Arzneipflanzen


Kurzbeschreibung:
Die Eberesche ist ein Strauch oder Baum mit glatter Borke. Sie kann bis 15 m hoch werden und ein Alter von 120 Jahren erreichen. Ihre Blätter sind unpaarig gefiedert bis 20 cm lang, mit 9 – 15 länglich-elliptischen, etwa 2-6 cm langen Blättchen. Ihre weißen dichtgedrängten Blütenstände riechen fast unangenehm. Die Früchte werden leuchtend rot. Die anspruchslose Eberesche kommt fast in ganz Europa vor.

Vogelbeerbaum

Verwendung:
Für uns Menschen sind die rohen Früchte der Eberesche“ weniger verträglich, da sie eine auf den Darm wirkende Parasorbinsäure enthalten. Die bitteren, herbsauren Vogelbeeren, die reichlich Vitamin A und C enthalten, sind erst zubereitet genießbar. Deswegen ist auch die etwas mildere böhmische Art der Eberesche bei den Sammlern beliebter. In Nordostbayern wird aus den Vogelbeeren übrigens ein beliebter und bekannter Magenbitter hergestellt.


Die Vogelbeeren finden auch in der Naturheilkunde Verwendung: Hierbei werden Beeren als harntreibendes Mittel, sowie gegen Durchfall angewandt. Der Presssaft frischer Beeren wirkt auch als mildes Abführmittel. Aus den Blättern stellte man einen nicht gerade wohlschmeckenden Tee her. Der darin enthaltene Gerbstoff sollte bei Magen- und Darmverstimmungen helfen. Das biegsame und elastische Holz wurde früher besonders für Wagnerarbeiten verwendet. Es eignet sich aber auch für feine Schnitzereien.

Eberesche Früchte

Verschiedenes:
„Kein schöner’n Baum gibt’s als den Vogelbeerbaum...“, so heißt ein Volkslied aus dem Erzgebirge. Dieser Baum ist fürwahr eine Augenweide. Mit ihren leuchtend roten Beeren bietet die Eberesche im Herbst ein malerisches Bild. Es wird dann wohl kaum einen Naturfreund geben, der den Zeilen dieses Liedes nicht zustimmen wird!

Die Eberesche, die wegen ihrer Beeren vielerorts auch Vogelbeerbaum genannt wird, gibt jeder Landschaft, in der sie vorkommt, eine besondere Prägung. Dieser anspruchslose und anpassungsfähige Baum kommt fast überall vor. An Straßenrändern und Feldrainen treffen wir ihn ebenso, wie in der Ebene – im Gebirge oder in lichten Waldungen. Wegen ihres weitreichenden und tiefgehenden Wurzelwerkes wird sie besonders gern als Lawinenschutz angepflanzt. Die im August reifenden, zinober- bis karminroten kirschkerngroßen Beeren sind ein begehrtes Vogelfutter.



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