Frauentäubling

Frauentäubling( Russula cyanoxantha)
syn. Violettgrüner Täubling
Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Sprödblättler (Russulales)
Familie: Täublinge (Russulaceae)
Gattung: Täublinge (Russula)

Autor: Thomas Kirchen
Mail: kirchen@eifel-egon.de
Website: Makrofotografie aus der Südeifel

Dokument: TK 00001 Speisepilz ► mehr Pilze


Praktische Bedeutung: Einer der wohlschmeckensten Täublinge. Vorzüglicher Speisepilz

Die nun folgende Beschreibung dient nur der Information und kann keine geschulte Beurteilung ersetzen!

Der 5 - 12 cm breite Hut ist schieferrotgrau, oliv, blau, grünlich, purpur oder violett getont, im frühen Stadium gewölbt und später eingedellt. Der Rand ist oft violettpurpur, in der Mitte verlaufend leicht rosa oder ockergelb. Die Huthaut ist bis zur Hälfte abziehbar, bei trockenem Wetter glänzend und oft faserig eingewachsen.

Die an der Hutunterseite befindlichen, mäßig dichten, Lamellen (Blätter) brechen bei Täublingen wie sprödes Glas. Doch hier bildet der Frauen-Täubling die berühmte Ausnahme. Sie sind elastisch, weich aber nicht brüchig. Die Färbung geht vom frühen Stadium weiß bis zu rahmcremefarben bei Älteren wie hier im Bild.

Frauentäubling Blätter

Der mürbe Stiel ist 50 - 115 mm lang und 15 - 30 mm dick, hat einen zylindrischen Aufbau und ist weiß. Seltener auch eine zart rosaviolette Tonung

Das Fleisch ist fest, elastisch und saftig, hat einen recht unauffälligen Geruch, sowie einen milden, leicht nussigen Geschmack.

Verwechslungsgefahr besteht zu den Kleineren , wegen ihrer Schärfe ungenießbaren Verwandten, wie z.B. dem Speitäubling.
Der Speisepilz wächst von Juni bis November in Laub- und Nadelwäldern und geht oft eine Lebensgemeinschaft mit Eichen ein.

In Würfel geschnitten und in Olivenöl leicht angebraten entwickelt er seinen leicht haselnußartigen Geschmack am besten. So dient er mit Salz und Pfeffer gewürzt und mit Balsamico-Essig abgelöscht als hervorragende Blattsalatbeilage.


Ergänzung von Frank Moser:

Kurzbeschreibung:
stattlicher, +/- violettgrüner Blätterpilz mit weichen, weißen, nicht splitternden Lamellen und kräftigem Stiel.

Hut:
ca. 6 – 18cm breit; anfangs oft schiefergrau, dann zunehmend violett, violettgrün, grün-buntgemischt, grüngelb oder grün; Oberfläche bei feuchtem Wetter schmierig, glänzend;

jung halbkugelig, später flach und niedergedrückt, in der Mitte auch vertieft; Huthaut vom Rand her teilweise abziehbar.

Blätter:
angewachsen und kurz herablaufend, gedrängt, oft gegabelt; reinweiß, alt leicht gilbend; weich, biegsam und speckig anzufühlen; nicht splitternd und kaum brüchig (im Vergleich mit anderen Täublingen).

Stiel:
5 – 12cm lang, bis 3cm dick; zylindrisch-walzig; Basis oft verjüngt, jung voll und fest, alt etwas schwammig; weiß, mitunter blaßlila oder rötlich überhaucht; oft wurzelnd.

Sporenstaub:
fast weiß.

Fleisch:
weiß, unter der Huthaut rosa-violett gefärbt; im Hut fest; Geruch unauffällig oder geruchlos, Geschmack mild und angenehm.

Wert:
sehr schmackhafter und geschätzter Speisepilz, war in der DDR wegen seiner leichten Erkennbarkeit Marktpilz.

Vorkommen:
Juni (Juli) – Oktober, häufig in Laub- und Nadelwäldern oder Parkanlagen, besonders unter Rorbuchen und Eichen, auf Kalk- und Silikatböden; vom Flachland bis ins höhere Bergland verbreitet.

Verwechslungsmöglichkeit:
Wegen der biegsamen und nicht splitternden oder kaum brechenden Lamellen und der Färbung gut zu erkennen.

Sollte man sich nicht sicher sein gilt die anerkannte Regel: ALLE mild schmeckenden Täublinge sind auch essbar!



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