Gimpel

Gimpel (Pyrrhula pyrrhula) syn. Dompfaff

Familie: Finken (Fringillidae)
Unterordnung: Singvögel (Passeres)
Ordnung: Sperlingsvoegel (Passeriformes)

Autor: Thomas Kraft
Mail: Thomas.Kraft@natur-lexikon.com
Website: www.thkraft.de
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Dokument: THK 00006

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Merkmale
Mit bis zu 15 cm Länge und 35g Gewicht etwa sperlingsgroß. Der Gimpel ist praktisch nicht zu verwechseln. Typische Merkmale sind die schwarze Kappe, ein kräftiger kurzer und fast schwarzer Schnabel, grauer Rücken, schwarze Flügel mit weißer Binde, weißer Bürzel und schwarzer Schwanz. Brust und Bauch sind beim Männchen rötlich, beim Weibchen (Bild 2) eher rehbraun. Jungvögel ähneln dem Weibchen, haben aber noch keine schwarze Kappe.

Gimpel im Baum

Verbreitung
Mittel- und Nordeuropa bis nach Asien.

Lebensraum
Der Gimpel bevorzugt Waldränder und lichte Mischwälder, Parks und Gartenanlagen. Teilweise, besonders im Winter, ist er auch in Städten anzutreffen..

Wanderung
Der Gimpel ist ein Standvogel, Wanderbewegung höchstens innerhalb des Verbreitungsgebietes bei unwirtlichen Bedingungen aus Höhenlagen in Täler.


Ruf
Freilebende Vögel geben nur ein sehr weiches "düh" oder "djü" ab (siehe auch Besonderheiten).

Nahrung
Seine Hauptnahrung ist pflanzlich, vornehmlich Sämereien, Beeren und Knospen. Er nimmt aber auch Insekten und Spinnen zu sich. Wegen seiner Vorliebe für Obstgehölzknospen hat sich der Gimpel schon oft unbeliebt bei Gärtnern gemacht. Besonders im zeitigen Frühjahr vergreifen sich die Vögel an frischen Trieben.

Gimpel mit Zweig

Fortpflanzung
Etwa ab Anfang April beginnt hauptsächlich das Weibchen mit dem Nestbau in einem Baum oder Strauch. Gimpelpaare bleiben vermutlich auch über den Winter zusammen. Das Gelege aus 4-5 leicht bläulichen Eiern mit braunen und schwarzen Punkten wird fast nur vom Weibchen bebrütet. Das Männchen füttert aber in dieser Zeit sein Weibchen. Nach etwa 2 Wochen schlüpfen die Jungen und werden von beiden Eltern gefüttert. Nach weiteren 2 Wochen sind die Jungen flügge und bleiben nach dem Verlassen des Nestes noch einige Tage bei den Eltern. Es schließt sich eine zweite Brut an.

Alter
Bis zu 17,5 Jahre alt können Gimpel werden.

Besonderheiten
Früher wurden Gimpel als Käfigvogel gehalten. Wenn der Pfleger die nötige Gedult aufbrachte, dann konnte er dem Vogel beibringen, eine komplizierte Melodie nachzupfeifen. So ausgebildete Vögel wurden sehr geschätzt und teuer gehandelt.

Wegen seiner schwarzen Kappe und dem roten "Umhang" wird der Gimpel im Volksmund auch Dompfaff genannt.



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