Buchfink

Buchfink (Fringilla coelebs)

Unterfamilie Edelfinken (Fringillinae)
Familie: Finken (Fringillidae)
Unterordnung: Singvögel (Passeres)
Ordnung: Sperlingsvoegel (Passeriformes)

Autor: Thomas Kraft
Mail: Thomas.Kraft@natur-lexikon.com
Website: www.thkraft.de
Bilder in der Fotocommunity

Dokument: THK 00005

► mehr Vögel


Merkmale
Mit etwa 15 cm und bis zu 30 g etwa sperlingsgroß. Das Männchen ist auffällig gefärbt: rotbrauner Rücken, rötliche Brust, taubenblauer Schopf, zwei finkentypische weiße Flügelbinden an fast schwarzen Flügeln. Beim Weibchen ist die Brust eher bräunlich und der Kopf einfarbig braun-beige. Verwechslung ist fast ausgeschlossen, eventuell mit dem Bergfink, der aber in Deutschland seltener ist und meist nur als Wintergast vorkommt. Im Winter ist das Männchen dezenter gefärbt.

Buchfink am Boden

Verbreitung
Der Buchfink zählt zu den häufigsten Vögeln im Europa und ist hier, außer in Nordskandinavien, praktisch überall anzutreffen.

Lebensraum
Hecken und Baumbestände sind Voraussetzung für den Buchfink, wobei er aber nicht anspruchsvoll ist. So genügen ihm auch kleinste solche Reviere in Parks, Friedhöfen oder Gärten. Er ist ein Kulturfolger und selbst in Großstätten anzutreffen.


Wanderung
Der Buchfink zieht im Herbst aus den nördlichen Brutgebieten in Richtung Mittelmeer. Dabei "reisen" Männchen und Weibchen zeitlich getrennt, was dem Vogel auch seinen wissenschaftlichen Namen gab ("coelebs", sinngemäß der "unverheiratete"). Die älteren Männchen kommen früher in die Brutgebiete zurück oder bleiben gleich hier, um rechtzeitig ein Revier abzustecken und zu verteidigen.

Ruf und Gesang
Sein Ruf "pink" oder auch "fink" hat ihm den Namen gegeben. Der Gesang ist variantenreich und endet in einem Triller in etwa so: zi zi zi zi zieh zieh zieh ziebirie. Der Volksmund übersetzt den Gesang mit "Kommst du nicht bald, mein lieber Bräutigam ?".

Nahrung
Hauptsächlich verschiedenste körnerartige Samen, aber auch Früchte, Insekten und Spinnen. Zur Aufzucht der Jungen werden Insekten erbeutet. Das dritte Bild zeigt ein Männchen, dass auch bei Regen seinen Vaterpflichten nachkommt und unermüdlich Insekten sammelt.

Buchfink mit Stock

Fortpflanzung
Während das Männchen durch Gesang sein Revier markiert, ist das Weibchen meist allein mit dem kunstvollen Nestbau beschäftigt. Das napfförmige Nest wird meist in eine kleine Astgabelung gebaut. Die Eiablage beginnt Ende April, das Brutgeschäft dauert knapp 2 Wochen und wird hauptsächlich vom Weibchen erledigt. Die Fütterung der vier bis sechs Jungen wird von beiden Eltern übernommen. Nach 12-14 Tagen fliegen die Nestling aus und ähneln dann in der Färbung dem Weibchen. Im Juni schließt sich eine zweite Brut an.

Besonderheiten
Wegen seines Gesanges wurde (und wird ?) der Buchfink auch als Käfigvogel gehalten und gezüchtet. Es wurden Wettbewerbe in der Art abgehalten, dass man die Käfige der Tiere immer näher aneinander stellte, bis die "Konkurrenten" entnervt ihren Gesang einstellten. Sieger war also der Fink, der zuletzt sein "Revier" mit seinem Gesang verteidigte.



Alle gezeigten Texte und Bilder unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Eine Kopie oder Nutzung ausserhalb des Natur-lexikon.com ist nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Autors / Fotografen gestattet. Eine Einbindung der Bilder in fremde Webseiten ist grundsätzlich nicht gestattet. Mit der Nutzung der Website Natur-Lexikon.com stimmen Sie der Nutzung von Cookies und der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google zu. Weitere Details entnehmen Sie den Informationen zum Datenschutz. Die gezeigten Inhalte dienen der Weiterbildung.

Buchfink

Natur-Lexikon.com