Grünspecht

Grünspecht (Picus viridis)

Unterfamilie: Stützschwanzspechte (Picinae)
Familie: Spechte (Picidae)
Ordnung: Spechtvögel (Piciformes)
Klasse: Vögel (Aves)

Autor: Thomas Kraft
Mail: Thomas.Kraft@natur-lexikon.com

Website: www.thkraft.de
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Dokument: THK 00001

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Merkmale
Mit ca. 30cm Größe und bis zu 200g Gewicht zählt der Grünspecht zu den größeren einheimischen Spechten. Auffällig sind seine karminrote Haube, der bis zu 5cm lange, kräftige Schnabel, eine schwarze Gesichtsmaske und das grünliche Gefieder besonders an Rücken und Flügeldecken. Im Bürzelbereich ist er gelblich, an der Bauchseite gelblich-grau. Beim Klettern an Baumstämmen stützt er sich mit seinem Schwanz ab. Jungvögel sind im Hals- und Bauchbereich gebändert. Der Bartstreifen hilft bei der Unterscheidung der Geschlechter: Beim Weibchen ist er schwarz, beim Männchen rot mit schwarzem Rand und bei Jungvögeln noch wenig ausgeprägt. Verwechslung mit anderen einheimischen Arten ist kaum möglich. Der ähnliche Grauspecht ist kleiner, nicht so deutlich grün und hat nur einen kleinen roten Stirnfleck (nur Männchen). Das Bild zeigt einen Jungvogel.

Grünspecht am Boden

Verbreitung
Der Grünspecht ist fast in ganz Europa (mit Ausnahme Island, Irland und Nordskandinavien) verbreitet, aber selten zahlreich. Außerhalb der Brutzeit ist er praktisch Einzelgänger.

Lebensraum
Locker bestandene Wälder, Steuobstwiesen, Parks und Gärten sind der bevorzugte Lebensraum.

Wanderung
Stand- und Strichvogel - also Keine regelmäßigen Wanderungen. Nur bei extremer Kälte weicht er auf wärmere Regionen aus.


Ruf
Der Ruf ist besonders häufig in der Paarungszeit zu hören und erinnert an lautes Lachen. Er klingt etwa wie "kjück-kjück-kjück". Das von anderen einheimischen Spechten bekannte Trommeln und Klopfen hört man von Grünspecht nur selten.

Nahrung
Vorwiegend Insekten und deren Larven, besonders Ameisen, die er mit seinem kräftigen Schnabel am Boden freiwühlt und mit der bis zu 10cm langen Zunge aufnimmt. Weiterhin stehen Würmer, Spinnen aber auch Früchte und Samen auf dem Speiseplan.

Grünspecht nah

Fortpflanzung
Beide Elterntiere meißeln eine Bruthöhle in meist morsche Bäume, es wird aber auch oft eine vorhandene Höhle übernommen. Im April-Mai legt das Weibchen 5-7 fast weiße Eier auf eine dünne Schicht Holzspäne. Das Bebrüten übernehmen beide Tiere abwechselnd. Nach etwa 18 Tagen schlüpfen die Jungen und werden weitere ca. 20 Tage im Nest gefüttert. Nach dem Verlassen des Nestes bleiben die Jungtiere noch einige Zeit zusammen und werden von den Eltern geführt.

Flug
Mehrere schnelle Flügelschläge wechseln sich mit kurzen Gleitphasen ab, so dass eine wellenförmige Flugbahn entsteht. Diese Art des Fluges ist auch für andere Spechte typisch.

Alter
Bis zu 7,5 Jahre.

Besonderheiten
Wie alle einheimischen Spechte wird der Grünspecht von der Forstwirtschaft mit lachendem und weinenden Augen besehen. Einerseits vertilgt er auch holzschädigende Insekten und deren Larven, andererseits richtet er Schäden durch Höhlenbau an und dezimiert Ameisenbestände. Es wurde auch schon beobachtet, das er Bienenstöcke plündert. Als Erbauer von Bruthöhlen schafft der Specht auch geschützte Bruträume für andere Arten.



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Grünspecht

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