bittersüßer Nachtschatten

Bittersüßer Nachtschatten (Solanum dulcamara)

Familie: Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Klasse: Zweikeimblättrige (Dicotyledoneae)
Unterabteilung: Bedecktsamer (Angiospermae)
Abteilung: Samenpflanzen (Spermatophyta)

Autor: Niels Schulz
Mail: niels.schulz@gmx.de

Dokument: SN 00004

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Siehe auch: Giftpflanzen


Beschreibung
Harmlos sieht die hübsche Pflanze aus, die durch ihre violetten Blüten mit dem gelben Staubblattkegel. Bis zu zwei Meter groß kann diese Kletterpflanze werden. Die Blätter sind sowohl auf der Ober- als auch an der Unterseite behaart. Im Sommer leuchten dann eiförmige, rote Beeren an den Zweigen, die, so jedenfalls in der Literatur beschrieben, anfänglich bitter und später süß schmecken. Die Blütezeit liegt zwischen Juni und September.

Vorkommen
Für sein Gedeihen bevorzugt er reichhaltig vorkommenden feuchte und schattigen Stellen in Gebüschen, Hecken, auf Kahlschlägen und an Flussuferbewachsungen in fast ganz Europa.



Entnommen aus: Winkler, Handatlas der Pharmakologie, 1845
Bearbeitet von Matthias Zimmermann

Wissenswertes
Vorsicht! Alle Bestandteile dieser Pflanze sind giftig. Wie die lateinische Bezeichnung Solanum dulcamara verrät, beinhaltet dieser rankende Halbstrauch den für Nachtschattengewächse typische Giftstoff Solanin. Verwandte sind die wegen ihrer Giftwirkungen bekannten Tollkirsche, Stechapfel, Bilsenkraut und die heute sehr selten gewordene Alraune. Der Gehalt an Alkaloiden in den Beeren nimmt mit zunehmender Reife ab und reife Beeren sind nahezu ungiftig sind. Vergiftungserscheinungen sind Erbrechen, Durchfälle, Pupillenerweiterung und Hautausschläge, es kann bei empfindlichen Personen der Tod durch Atemlähmung eintreten. Im Mittelalter linderten naturverbundene Menschen die Wirkstoffe des Bittersüßen Nachtschattens gegen Hautleiden und rheumatischen Beschwerden an.



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Bittersüßer Nachtschatten

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