Wiesenbocksbart

Wiesen-Bocksbart (Tragopogon pratensis)

Klasse: Zweikeimblättrige (Dicotyledones)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)

Autor: Niels Schulz
Mail: niels.schulz@gmx.de

Dokument: SN 00003

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Beschreibung
Der Wiesen-Bocksbart besitzt drei bis sechs Zentimeter große gelbe Blüten. Seine Größe wird in der Literatur von 30 - 70 Zentimeter angegeben. Die Hauptblütezeit liegt von Mai bis Juli, bei guten klimatischen Bedingungen habe ich ihn schon Ende März und bis in den Oktober hinein gesehen. Er liebt nährstoffreiche Lehmböden und ist auf fetten Wiesen, Halbtrockenrasen und an Wegrändern in ganz Europa verbreitet, wobei er zum Norden und zum Süden hin eher selten auftritt. Seine Pfahlwurzel ist braun und spindelig. Der Stängel ist in der Jugend flockig behaart und wird erst später kahl. Die wechselständigen Blätter sehen grasartig aus. Mit der breiten Basis umfassen sie den Stängel halb. Die ineinander zu einer Kugel verwebten Pappushaare der Früchte verführen Kinder dazu, von einer "Riesenpusteblume" zu sprechen.

wiesenbocksbart nah

Der Name bezieht sich auf die aus den Hüllblättern verblühter Körbchen herausragenden Haare der Fruchtknoten. Sie sollen wohl Ähnlichkeit mit dem Bart eines Ziegenbockes besitzen.

Wissenswertes
Der Wiesen - Bocksbart gehört zu den uralten Nutzpflanzen, ist heute allerdings kaum noch bekannt. Die Pfahlwurzel wurde, ähnlich der Schwarzwurzel, als Delikatesse betrachtet, die Schösslinge waren ein willkommener Spargelersatz und die zuckerhaltigen Blätter werden roh gegessen oder wie Spinat gekocht. Schon auf den pompejanischen Wandfresken war die Wurzel des Wiesen-Bocksbartes dargestellt. In der Heilkunde verwendeten naturkundige Mitmenschen die ganze Pflanze zum Blutreinigen, Wasserlassen und Schwitzen. In Nordeuropa gibt es eine Unterart, deren Blätter sich mittags oder bei bedecktem Himmel schließen.



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Wiesen-Bocksbart

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