Windenschwärmer

Windenschwärmer (Agrius convolvuli)

Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie:
Schwärmer (Sphingidae)

Autor: Manfred Hund
Mail: manfred.hund@web.de
Website: http://www.manfredhund.de

Dokument: MH 00026

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Aussehen:
Auffallend groß, Spannweite 8-12cm.
Vorderflügel graubraun mit Linien und Zickzackmustern, Hinterleib mit, in der Mitte unterbrochenen, rosafarbenen und schwarzen Querbinden. Brustteil ebenfalls graubraun, im Unterschied zum Ligusterschwärmer (Sphinx Ligustri) bei welchem letzterer schwarz gefärbt ist. Rüssel bis zu 13cm lang!

Vorkommen:
Südeuropa, Nordafrika, Asien und Australien. In Europa ist er nur im äußersten Süden heimisch, als ausgesprochener Wanderfalter besucht er uns in Mitteleuropa aber regelmäßig.

Windenschwärmer Puppe
Puppe des Windenschwärmers

Raupe:
Sehr variabel in der Färbung, in der Grundfärbung gelb, grün, braun oder fast schwarz, mit hell/dunkeln Schrägstreifen und manchmal Augenflecken auf jedem Segment. Das gebogene Horn am Ende ist für viele Schwärmerraupen charakteristisch.

Sie ernährt sich von verschiedenen Windenarten wie Zaunwinde oder Ackerwinde. Man bekommt die Raupe fast nur zu sehen, wenn sie im August oder September auf der Suche nach einem geeigneten Verpuppungsplatz ist. Ist das geschehen, gräbt sie sich in die Erde ein und formt sich eine kleine Höhle, in der sie sich nach ein bis zwei Wochen verpuppt. Die Puppe ist an der sehr charakteristischen, gefalteten Rüsselscheide zu erkennen. Erfolgt die Verpuppung ausreichend früh, dann schafft es der Falter, in sein Ursprungsgebiet zurückzuwandern, ist es zu spät, sterben die Puppen bei der Überwinterung ab.

Windenschwärmer Raupe

Lebensweise:
Der Falter ist vorwiegend nachtaktiv, man kann ihn schon in der Dämmerung beobachten, wenn er mit seinem langen Rüssel an langröhrigen Blüten wie Ziertabak, Phlox, Datura usw. saugt.

Durch seinen stromlinienförmigen Körper erreicht er kurzfristig Geschwindigkeiten von 100 km/h.

Dadurch kann er mühelos sehr große Strecken überwinden und wandert vom Afrika und dem südlichen Mittelmeergebiet bis nach Nordeuropa. Mitte Mai tauchen dann die ersten Exemplare bei uns auf die bereits während der Wanderung mit der Eiablage beginnen.



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