Orangenbaum, Organge (Citrus sinensis)
(Volksnamen: Apfelsine, Aofelsinenbaum

Abteilung: Samenpflanzen (Spermatophyta)
Unterabteilung: Bedecktsamer (Angiospermae)
Ordnung: Seifenbaumartige (Sapindales)
Familie: Rautengewächse (Rutaceae
)
Gattung: Zitruspflanzen (Citrus)

Autor: Karin Malke
Mail: caitlin@arcor.de
Website: http://www.kraeuterseite.de

Dokument: KM 00027

Siehe auch: Nutzpflanzen

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Botanik: 
Ursprünglich stammt die Orange aus Südasien, insbesondere China – sinensis=aus China stammend. Während sie schon früh ihren Weg in die arabischen Länder fand, wird sie in Europa (Italien) erst um 1500 n. Chr. erwähnt. Die Orange wächst als immergrüner Baum bis zu 10m und hat einen eher zierliche Wuchsform. Die glänzenden, dunkelgrünen Blätter werden ca.10cm lang, am Blattansatz sind sie abgerundet und laufen nach oben spitz zu. Nach 2-3 Jahren fallen sie ab und werden durch neue Blätter ersetzt. In den Blattachseln sitzen kurze, dunkelgrüne Dornen. Die weißen bis leicht rosa überlaufenen, wachsartig aussehenden Blüten duften intensiv-süßlich. Die Blüten haben 4-7 Kelchblätter und bis zu 20 Staubgefäße. Viele Sorten sind selbst bestäubend. Häufig findet man Blüten und Früchte gleichzeitig an einem Baum. Die Frucht, die Orange, gehört botanisch zu den Beeren. Die Schale verfärbt sich mit zunehmendem Reifegrad von grün in ein leuchtendes orange. Sie enthält viele Öldrüsen, die bei Verletzung der Schale ihren intensiven Duft freigeben.

Anbau
Aufgrund ihrer (sub)tropischen Herkunft brauchen Orangenbäume  eine frostfreie Überwinterung. Deshalb ist der gewerbsmäßige Anbau in Europa nur im Mittelmeerraum, v.a. Spanien, möglich. Hauptanbaugebiete sind vor allem Florida/USA, Brasilien und Südafrika. Sie ist die meist angebaute Zitrusfrucht weltweit.

In Deutschland ist der Anbau nur unter Glas und damit nur für Liebhaber möglich. Die Orangerien erinnern noch an die Sammelleidenschaft des Adels in den vergangenen Jahrhunderten. Um die Pflanzen in Töpfen zu überwintern, müssen sie hell, aber kühl stehen (max. 10°C) und dürfen nur mäßig mit kalkarmem Wasser gegossen werden.

Sorten: Blondorangen (Valencia, Jaffa)
              Navelorangen (Navelina)

              Blutorangen (Moro, Tarocco)

              Säurearme Orangen

Alle vier Sorten gehören zu den sog. Süßorangen. Die Bitterorangen (Citrus x aurantium) , auch Pomeranzen genannt, bilden eine eigene Gruppe. Zu den Zitruspflanzen gehören neben den Orangen u.a. noch Zitronen, Mandarinen; Pampelmusen (Grapefruit), Limetten, Zitronatzitrone und Kumquats.

Inhaltsstoffe (essbarer Anteil): 
Vit. C (ca. 50mg/100g Fruchtfleisch), Vit B-Gruppe,  Folsäure, Kalium, Magnesium, Kalzium, Phosphor, Selen. Fruchtsäuren, der weiße Teil der Schale enthält viel Pektin.

Das etherische Öl in der Schale besteht aus Monoterpenen, Sesquiterpenen, Monoterpenolen, Phenolen und Ketonen.

Verwendung: 
Die Früchte haben im Welthandel als Saft bzw. zu Saftkonzentrat verarbeitet, die wichtigste Bedeutung. Daneben gibt es alle Sorten zum Verzehr im Handel. Im englischsprachigen Raum  ist Orangenmarmelade sehr beliebt, die wegen der Mitverwendung  der Schale immer leicht bitter schmeckt. Oft wird sie auch aus Pomeranzen eingekocht, was den Bitteranteil noch verstärkt. Die kandierte Schale, das Orangeat, wird vor allem beim Backen verwendet.

Aus den Schalen wird  per Kaltpressung das Orangenöl, süß, wie es im Handel bezeichnet wird, hergestellt. Da Durch die Saftproduktion viele Schalen anfallen, gehört es zu den günstigen etherischen Ölen. Es wird als gleichwertiger Terpentinersatz verwendet. Ferner dient es der Aromatisierung von Speisen und Kosmetika.

Die Schale von konventionell angebauten Früchten ist zum Schutz vor (Schimmel)Pilzen mit Konservierungsmitteln behandelt. Daher wird empfohlen, die Schalen der Früchte vor dem Essen mit lauwarmem Wasser gründlich zu reinigen und nach dem Schälen die Hände zu waschen. Viele Menschen reagieren nicht auf die Frucht sondern auf die Konservierungsmittel allergisch, bei Bio-Orangen ist dies nicht der Fall.

Gesundheit:
Orangen sind aufgrund des Vit. C-Gehalts gut für das Immunsystem, ein Glas Orangensaft  fördert die Eisenaufnahme,  z.B. eines Eisenmedikaments. Ferner sind die Frucht ein guter Spender für Vit. B6 und Folsäure.

Pektine aus der weißen Innenschale (wenn mitgegessen) sowie die reichlich enthaltenen Ballaststoffe helfen, den Cholesterinspiegel zu senken und wirken positiv auf die Verdauung.

Das etherische wird in der Aromatherapie bei seelischer Anspannung insbesondere innerer Unruhe und Stress eingesetzt und  wirkt entspannend und stimmungsaufhellend.



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Orangenbaum

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