Tränendes Herz (Lamprocapnos spectabilis früher: Dicentra spectabilis)
Volksnamen: Herzerlstock, flammendes Herz, Frauenherz, Jungfernherz, Marienherz
Englisch: Bleeding Heart

Familie: Fumariaceae (Erdrauchgewächse)
früher auch Mohngewächse (Papaveraceae)
Hahnenfußartige (Ranunculales)

Autor: Karin Malke
Mail: caitlin@arcor.de
Website: http://www.kraeuterseite.de

Dokument: KM 00021

Siehe auch: Giftpflanzen

► mehr Pflanzen

Foto links: Matthias Zimmermann

Botanik:
Die Pflanze stammt ursprünglich aus Bergwäldern Ostasiens und ist bei uns seit dem 19. Jhd. eine beliebte Bauerngarten- und Rabattenpflanze. Erstmals erwähnt wurde sie in einem deutschen Botanikbuch 1804 von Friedrich Gottlieb Dietrich (1765-1850). Sie wächst bei uns als Gartenpflanze und verwildert nicht.

Die ausdauernde, krautige Pflanze treibt schon im zeitigen Frühjahr aus  und bevorzugt einen windgeschützten Platz im Halbschatten  in feuchter, humoser Erde. Mitte/Ende April bildet sich der bogig-hängende Blütenstängel, an dem die einzelnen Blüten wie an einer Perlenschnur aufgereiht, nacheinander zur Spitze hin aufblühen. Die kräftig rosa Kronblätter der Blüten sind nach außen geschlagen und bilden somit die typische Herzform, aus dessen Mitte ein weißes Blütenblatt in Tropfenform quillt. Im aufgeblühten Zustand wölben sich die äußeren Kronblätter im unteren Bereich nach außen, im Verblühen verblasst die Blütenfarbe.
Die gefiederten Blätter sind zierlich und von einem graugrünen bis grünen Farbton.


Foto : Matthias Zimmermann

Pflege: Die Staude selber ist winterhart, sie ist jedoch durch die noch häufig vorkommenden Nachtfröste während des Austriebs und der Blütezeit gefährdet. Friert die Pflanze stark zurück wird sie dadurch stark geschwächt und schafft in der Regel keinen Neuaustrieb mehr. Deshalb ist bei Nachtfrost entweder etwas Schutz sinnvoll oder ein geschützter Standort. Sonst ist die Pflanze jedoch unproblematisch in der Pflege und wächst jedes Jahr zu einer prächtigeren Staude heran.

Nach der Blüte zieht die Pflanze ein, d.h. das Laub vergilbt, die Nährstoffe werden in die fleischigen Wurzeln zurückgezogen. Ein vorzeitiges Abschneiden der Blätter schwächt die Pflanze. Es empfiehlt sich, bei der Pflanzung entsprechende Nachbarpflanzen wie z.B. Funkien zu wählen oder einjährige Pflanzen zu setzen, die das nach der Blüte entstehende Loch überspielen und den Platz nutzen.

Die Vermehrung erfolgt problemlos nach der Blüte durch Teilung des Wurzelstocks.

Nach der Blüte zieht die Pflanze ein, d.h. das Laub vergilbt, die Nährstoffe werden in die fleischigen Wurzeln zurückgezogen. Ein vorzeitiges Abschneiden der Blätter schwächt die Pflanze. Es empfiehlt sich, bei der Pflanzung entsprechende Nachbarpflanzen wie z.B. Funkien zu wählen oder einjährige Pflanzen zu setzen, die das nach der Blüte entstehende Loch überspielen und den Platz nutzen.

Die Vermehrung erfolgt problemlos nach der Blüte durch Teilung des Wurzelstocks.

Giftigkeit:
Die Pflanze enthält in allen Teilen Alkaloide, vor allem das Isochinolinalkaloid Protopin. Es kann bei Beschädigung der Pflanze durch den austretenden Saft zu Kontaktallergie kommen, bei Verzehr der Pflanze zu Brennen im Mund, Magen- und Darmbeschwerden mit Erbrechen und Durchfall. Schwerere Vergiftungen, die im Extremfall bis zu Lähmungserscheinung führen können,  sind  aber eher unwahrscheinlich, da die deutlich höhere Konzentration an Alkaloiden in der Wurzel enthalten ist.

Weitere Arten:
Lamprocapnos spectabilis „Alba“ – reinweiße Blüte
Lamprocapnos spectabilis „Gold heart“ – auffälliges gelb-grünes Laub, Blüte pink/weiß



Alle gezeigten Texte und Bilder unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Eine Kopie oder Nutzung ausserhalb des Natur-lexikon.com ist nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Autors / Fotografen gestattet. Eine Einbindung der Bilder in fremde Webseiten ist grundsätzlich nicht gestattet. Mit der Nutzung der Website Natur-Lexikon.com stimmen Sie der Nutzung von Cookies und der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google zu. Weitere Details entnehmen Sie den Informationen zum Datenschutz. Die gezeigten Inhalte dienen der Weiterbildung.

Tränendes Herz

Natur-Lexikon.com