Sanikel

Sanikel (Sanicula europaea L.)

Familie: Doldengewächse (Apiaceae)
Klasse: Zweikeimblättrige (Dicotyledoneae)
Unterabteilung: Bedecktsamer (Angiospermae)
Abteilung: Samenpflanzen (Spermatophyta)

Autor: Karin Malke
Mail: caitlin@arcor.de
Website: http://www.kraeuterseite.de

Dokument: KM 00010

Siehe auch: Arzneipflanzen

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Volksnamen:
Bauchwehkraut, Bruchkraut, Heildolde, Heil aller Schäden, Schornigel, Waldklette, Waldsanikel, Wundsanikel, Zahnickel
E: sanicle wort
F: herb de sanicle, herbe de St. Laurent

Botanik:
Die Pflanze ist mehrjährig und wächst bevorzugt in humusreichen Laub- und Mischwäldern, an feuchten und eher schattigen Standorten. Die Grundblätter sind langgestielt und handförmig gelappt. Der kahle, blattlose Stängel wird bis ca. 50cm hoch und verzweigt sich am oberen Ende. Dort sitzen die kleinen rölich-weißen Blüten in Dolden zusammen, die Blütezeit ist Mai bis Juli. Die kugeligen Früchte sind mit kleinen Haken besetzt und hängen sich in das Fell vorbeistreifender Tiere und sorgen somit für ihre Verbreitung.

Heilwirkung:
Schulmedizinisch wird der Sanikel bei Atemwegserkrankungen und Magenblutungen wiederentdeckt. Naturheilkundlich hat er eine lange Tradition als hervorragendes Heilmittel bei Wunden und Verletzungen aller Art.

Verwendeter Teil:
Kraut - Saniculae herba
vor allem in Form von Tee, Tinktur oder Salbe

Inhaltsstoffe:
Gerbstoffe, Bitterstoffe, Saponine, äth. Öl, Allantoin, Vit. C, organische Säuren

Sonstiges:
Der Name leitet sich vom lateinischen "sanare" = heilen ab. Der Sanikel ist eine fast völlig in Vergessenheit geratene Pflanze, war aber in der Volksheilkunde überaus geschätzt. Die große Wundheilkraft zeigt der Spruch "Sanikel heilt das Fleisch im Topfe zusammen", der aus Böhmen stammt. Er war auch ein Talisman der Raufbolde, die sich von ihm Schutz bzw. schnelle Heilung erhofften.



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