Gänseblümchen

Gänseblümchen (Bellis perennis L.)

Familie: Korbblütengewächse (Asteraceae)

Autor: Karin Malke
Mail: caitlin@arcor.de
Website: http://www.kraeuterseite.de

Dokument: KM 00002

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Volksnamen:
Augenblümchen, Gänseliesl, Maiblume, Mairöserl, Mutterblümchen, Massliebchen, Osterblume, Regenblume, Sonnentürchen, Tausendschön

E: daisy
F: pâquerette
I: margheritina, pratolina

Botanik:
Aus der mehrjährigen Blattrosette mit spatelförmigen, kleinbleibenden Blättern entspringt ein blattloser, bis 15cm hohe Stängel mit einer einzelnen Blüte. Sie besteht aus den weißen, oft an den Spitzen kräftig rosa überlaufenen sog. Zungenblüten und der "goldgelben Mitte" aus vielen kleinen Röhrenblüten. Blütezeit ist fast das ganze Jahr bis Ende November, es kann an warmen Wintertagen schon Ende Januar wieder erscheinen und gibt nur in Dauerfrostperioden vorübergehend auf. Die Hauptblütezeit ist jedoch April/Mai, während dieser Zeit sind ganze Wiesen voller Gänseblümchen. Zu dieser Zeit ist auch der beste Sammelzeitpunkt. Es wächst bevorzugt in (englischem) Rasen, dabei wird dieser durch die dichtwachsenden Blattrosetten verdrängt, auf Wiesen und Angern.

Gänseblümchen Nahaufnahme

Heilwirkung:
Es wird in der Naturheilkunde als hervorragendes Schmerz- und Wundheilmittel bei Schürfwunden, Prellungen, Verstauchungen, Muskelschmerzen und allgemein bei Hautleiden eingesetzt. Ferner regt es den Stoffwechsel an und wird daher bei Gicht und Rheuma eingesetzt. Schulmedizinisch wird das Gänseblümchen nicht verwendet.

Sammelzeit:
April - September

Verwendeter Teil:
Blätter (Bellidis folium)
Blüten (Bellidis flos)
vor allem in Form von Tee, Tinktur oder Salbe

Inhaltsstoffe:
Gerbstoffe, Bitterstoffe, Schleime, Saponine, äth. Öl, Flavonoide, Anthoxanthin

Gänseblümchen auf Wiese

Kulinarisches:
Die Knospen kann man als "falsche Kapern" einlegen, ferner sind die Blüten, die leicht scharf schmecken, ein hervorragender Belag auf einem Butterbrot oder auch als bunte und gesunde Salatbeigabe geeignet.

Sonstiges:
Der Name leitet sich von lateinisch "bellus" = schön und "perennis" = ausdauernd ab. Die "schöne Ausdauernde" war eine alte germanische Kultpflanze und u.a. der Göttin Freya geweiht. Sie ist eng mit dem Brauchtum zur Osterzeit verbunden. Wer die ersten drei Blüten des Jahres mit dem Mund pflückt und ißt, bleibt das ganze Jahr von Krankheiten verschont. Wenn man 7 Blüten auf einmal mit seinem Fuß bedecken kann, ist der Frühling da.

Steht in der Blumensprache für Reinheit und kindliche Unschuld.

Das Gänseblümchen ist eine der bekanntesten einheimischen Pflanze, die auch der reine Stadtmensch noch kennt. Kinder lieben die Pflanze und nutzen sie für Orakelspiele (er liebt mich, er liebt mich nicht...) oder winden sich Kränze daraus.



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