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Biberratte (Myocastor coypus (Molina, 1782))
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Der ursprüngliche Lebensraum der Nutria ist die subtropische und gemäßigte Zone Südamerikas vom südlichen Brasilien und Paraguay südwärts bis einschließlich Feuerland. Die Nutria erfuhr das Schicksal vieler wertvoller Pelztiere. Sie wurde in ihrer Heimat derart intensiv verfolgt, dass ihre Bestände rapide abnahmen und sie so selten wurde, dass die Jagd nicht mehr lohnte. Im Jahre 1900 wurden in Südamerika noch um 10 Millionen Tiere erlegt, 1930 nur noch 200.000 Stück. Die Jagd wurde daraufhin verboten, in Argentinien erst 1950. Um die wachsende Nachfrage nach Nutriafellen befriedigen zu können, ging man in Südamerika seit 1922 dazu über, den Sumpfbiber in Farmen zu züchten.

In Europa und Deutschland fand eine starke Ausbreitung als Farm-Pelztier statt. Die ermöglichte es dem Sumpfbiber, immer wieder mehr oder weniger dauerhafte Populationen im Freiland zu gründen. Teilweise erfolgte absichtliche Auslassung, um bejagbare Freilandpopulationen aufzubauen. Teilweise wurden überflüssige oder unrentable Bestände ins Freie entlassen. Die meisten Freilandvorkommen gehen jedoch auf einen ständigen Nachschub von Käfigflüchtlingen zurück.

Das Auge ist klein, braun. Das Ohr klein, rundlich. Die Nagezähne sind orangerot.
Lebensweise und Ernährung
Von der Nutria werden pflanzenreiche Gewässer im Flach- und Hügelland, auch an Brack- und Seewasserlagunen besiedelt. Sie ist tag- und dämmerungsaktiv , schwimmt gut und taucht geschickt bis 5 Min. Sie ist gesellig und bewohnt in Uferhöhlen eine mit Pflanzenmaterial gepolsterte Nestkammer. Sie gibt Laute wie Grummeln, Fauchen, oder Miauen von sich.
Aufgrund der Kälteempfindlichkeit sind Populationsrückgänge in strengen Wintern immer wieder gegeben. Genauere Äußerungen über Festfrieren am Eis und über Erfrierungen am Tier finden sich in der Literatur. Als Reaktion auf strenge Winter wird die Anlage tieferer Bauten behauptet, um dadurch eine erhöhte Überlebensrate zu erreichen.
Die Nutria verzehrt viele Arten von Wasser- und Sumpfpflanzen (besonders auch Sprossen von Schilf Phragmites australis und Glanzgras Glyceria sp.) und gelegentlich Süßwassermuscheln, Amphibien oder Fische. Auch Kräuter, Feld- und Gartenfrüchte gehören zum Speiseplan. Die Vorliebe für letztere soll aus der Farmhaltung stammen.

Die Weibchen (“Metzen”) brunsten alle 4 Wochen für 2-3 Tage. Tragezeit um 130 Tage (110-140). Jährlich zweimal um 5 (2-13) vollständig behaarte, sehende Junge (Nestflüchter), Entwöhnung nach 2 Monaten, selbständig nach 3 Monaten, Reproduktion zu allen Jahreszeiten. Kein Winterschlaf.

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Biberratte |
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