Totenkopfschwärmer

Totenkopfschwaermer (Acherontia atropos L.)

Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie:
Schwärmer (Sphingidae)

Autor: Walter Schön
Mail: Walter.Schoen@t-online.de
Website des Autors: schmetterling-raupe.de
Bilder mit Genehmigung des Autors
Dokument: WAS 00003

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Sehr selten bekommt man den imposanten Totenkopfschwaermer zu Gesicht, da er - im Unterschied zu den meisten andern Schwaermern auch die typischen Schwaermerblumen (s.u.) kaum besucht.

Schwaermer:
Die Familie der Schwaermer spielt eine besondere Rolle unter den Nachtfaltern. Es sind meist sehr grosse Falter mit dickem Körper, die oft kolibriartig im Schwirrflug vor Blüten stehend beobachtet werden (trifft jedoch auf den Totenkopfschwärmer kaum zu) Wenn man geeignete Pflanzen (Geissblatt, Nachtkerzen, Seifenkraut, Phlox, ...) im Garten hat, bekommt man sie am ehesten zu Gesicht. Häufiger als die Falter findet man die grossen Raupen, die meist am Koerperende eine Art Stachel (voellig ungefaehrlich!) haben.

Da man die Falter anderst kaum in Ruhe beobachten kann, empfehle ich, gefundene Raupen zu züchten, was gar nicht so schwierig ist.

Groesse/Haeufigkeit:
Sehr grosser Falter, dessen Haeufigkeit jahrweise je nach Einwanderungsgrad unterschiedlich ist, der aber eher vereinzelt vorkommt.

Verbreitung/ Biotop/ Flugzeit:
Der Falter war frueher gut an die extensivere Agrarwirtschaft angepasst, hat aber mit den modernen Anbaumethoden sicherlich Probleme. Die eingewanderten Falter kann man - sehr selten - im Sommer antreffen, die Falter, die sich bei uns entwickelt haben, vor allem von Ende August bis Anfang November.

Aehnliche Arten:
Die Raupe ist unverwechselbar, vor allem wegen des gelben Horns (s.o.), welches aber nicht so glatt ist wie bei den andern Schwaermerraupen. Auch der Falter ist durch die deutliche Totenkopfzeichnung eigentlich nicht zu verwechseln.

Raupenfutterpflanzen:
Meist Kartoffel, gelegentlich Liguster , vereinzelt auch Buddleja .

Ueberwinterung:
Puppen, die im Spaetherbst nicht mehr schluepfen, erfrieren im Boden. Eine Ueberwinterung dieses Wanderfalters bei uns in irgendeinem Stadium duerfte kaum moeglich sein .

Wissenswertes:
Gelegentlich dringen Falter in Bienenstoecke ein, um dort Honig zu saugen. Wie der Totenkopfschwaermer gehoeren auch andere Schwaermer zu den Wanderfaltern (Taubenschwaenzchen, Windenschwaermer ) .

Da die Raupen vor allem am Kraut der Kartoffel fressen, wurden frueher bei der manuellen Kartoffelernte die Raupen und Puppen oft gefunden. Fuer die Raupe charakteristisch ist das gelbe, koernige Horn - die restliche Faerbung der Raupe ist sehr variabel ist (es gibt auch braeunliche Varianten)



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Totenkopfschwaermer

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