Wiesenpieper

Wiesenpieper (Anthus pratensis)

Familie: Stelzen (Motacillidae)
Unterordnung: Singvögel (Passeres)
Ordnung: Sperlingsvoegel (Passeriformes)

Autor: Sönke Morsch
Mail: smorsch at natur-lexikon.com

Website : www.fotonatur.de

Dokument: SM 00048

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Im Norden Europas häufiger Brutvogel

Kennzeichen
Erreicht fast die Größe einen Feldsperlings. Aber kleiner als Baumpieper. Dem Baumpieper aber sehr ähnlich. Abgesehen von der längeren Hinterkralle des Wiesenpieper, ist das beste Unterscheidungsmerkmal der sehr unterschiedliche Gesang. Auch ist der Überaugstreif weniger deutlich als beim Baumpieper. Verschiedene Farbvariationen kommen vor, dies ist besonders im Herbst ausgeprägt.

Verbreitung und Bestand.
Der Wiesenpieper ist eine reine europäische Vogelart die fast ausschließlich in Mittel- und Nordeuropa vorkommt.

Es kommt in der Regel zu starken Bestandsschwankungen, bedingt durch Witterungseinflüsse sowie durch das Nahrungsangebot. Langfristig ist in Mitteleuropa ein leichter Bestandsrückgang festzustellen. An  den Küsten ist eine Bestanderweitung festgestellt worden.

Wanderungen
Zugvogel; Die Überwinterungsgebiete liegen auf den Britischen Inseln, im ganzen Mittelmeerraum und kaum in Nordafrika. Bei den anhaltenden milden Wintern kommt es immer mehr zum Überwintern im Brutgebiet. Abzug aus den Brutgebieten  September/Oktober  und Ankunft schon wieder im März. Brutortstreue wurde nachgewiesen.

Biotop
Auf Wiesen und Brachen mit höher gelegen Warten. ( Zaunpfähle, einzelstehenden Sträuchern oder kleinen Bäume). Die Vegetation am Boden muss ausreichend Deckung für die Nester bieten.

Nahrung
Kleinen Insekten, Spinnen  und kleine Schnecken. Selten Sämereien. Nahrungssuche auf kurzem Rasen.

Verhalten
Tagaktiv. Sehr unauffällig bis auf den in der Brutzeit gezeigten Singflug. Im Winter bzw. in der Zugzeit nicht ungesellig. Während der Brutzeit Reviere bildend. Revierabsteckung durch Singflug und oder Gesang von der Warte aus.

Fortpflanzung
Monogame Saisonehe. Brutortstreue. Revierbildung, das gegenüber Artgenossen verteidigt wird. Das Weibchen sucht den Nistplatz aus und baut das Nest alleine.

Das Nest wird gern an Böschungen und ähnlichen Standorten gebaut. Aber auch nur das hohe Gras kommt in Frage. Das Weibchen brütet und füttert die Jungen allein, allerdings wird das Weibchen vom Männchen während dieser Zeit gefüttert. Das Gelege besteht aus 4 – 6 Eiern.

Alter
Ältester Ringfund acht Jahre.



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