Haubenmeise (Parus cristatus)

Familie: Meisen (Paridae)
Unterordnung: Singvögel (Passeres)
Ordnung: Sperlingsvoegel (Passeriformes)

Autor: Sönke Morsch
Mail: smorsch at natur-lexikon.com

Website : www.fotonatur.de

Dokument: SM 00047

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Haubenmeise

In Nadelwäldern häufiger Brutvogel.

Kennzeichen
Knapp Sperlingsgröße. Ein kecker Federschopf macht die Haubenmeise unverwechselbar gegenüber anderen Meisen. Die Jungvögel sind insgesamt etwas blasser und die Haube ist noch nicht ausgebildet.

Verbreitung und Bestand
Die Haubenmeise kommt nur in Europa vor. Ihr Einzugsgebiet erstreckt sich von der Küste bis an die Baumgrenze. Sie fehlt nur in der nördlichen Taigazone, der Tundrazone und  teilweise auf den Britischen Inseln.

Durch die Aufforstung der Nadelwälder hat diese Art stark profitiert. Sie hat aber gleichzeitig durch starke Waldschäden mancher Gegenden Verluste erleiden müssen. Insgesamt jedoch ist eine Ausbreitung der Art zu beobachten. Bruthöhlen werden von ihr gern angenommen. Kalte Winter scheinen den Beständen weniger zu beeinflussen, als es bei anderen Meisenarten der Fall ist.

Haubenmeisen

Wanderungen
Standvogel. Sie ist sehr standorttreu.

Biotop
Vor allem in Nadelholzbeständen ist die Haubenmeise zu finden. Altholz und Totholz wird in der Brutperiode gebraucht um hier geeignete Nistplätze zu finden. Fichtenwälder werden bevorzugt, aber auch Lärchen, Kiefern usw. gehören zum Lebensraum. Weiterhin kommt sie bei einem ausreichenden Anteil von Nadelhölzern in Mischwäldern vor. Ebenfalls gehören Parks und Gärten mit einem hohen Koniferenanteil zum Einzugsgebiet dieser Meise.

Nahrung
Vor allem im Kronenbereich der Nadelbäume findet die Haubenmeise ihre Nahrung. Diese setzt sich aus kleinen Insekten, Spinnen und im Herbst und Winter auch aus Samen zusammen.

Haubenmeise

Verhalten
Die Haubenmeise ist tagaktiv. Der Nahrungserwerb findet meist hoch in den Bäumen statt. Im Frühjahr auch auf dem Boden; sie jagt hier vor allen Spinnen. Größere Insekten oder Samen werden mit den Füßen festgehalten und mit dem Schnabel bearbeitet (hämmern). Schon im Sommer beginnt die Haubenmeise Nahrungsverstecke anzulegen. Sie ist wenig gesellig, nur im Winter bilden sich kleine Trupps. Dann kann sie auch mit anderen Meisen vergesellschaftet sein. Reviere bestehen das ganze Jahr und werden verteidigt. Sie ist selten an Futterstellen zu finden.

Fortpflanzung
Dauerehe. Die Paarbildung findet bereits nach der ersten Mauser (Jungendmauser) statt. Sie ist sehr Standorttreu, das revierbesitzende Pärchen hält sich das ganze Jahr in seinen Grenzen auf. Das Nest wird meist in einer engen Baumhöhle gebaut. Aber auch künstliche Nisthilfen werden angenommen. Beide Eltern füttern die Jungen. Nach dem Ausfliegen werden die Jungen noch weitere drei Wochen von den Eltern betreut. 5 –9 milchweiße mit rostroten Flecken versehene Eier.

Alter
Die Haubenmeise erreicht ein Alter von bis zu neun Jahren.



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Haubenmeise

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