Hausrotschwanz

Hausrotschwanz  (Phoenicurus ochruros)

Familie: Drosseln (Turdidae)
Unterordnung: Singvögel (Passeres)
Ordnung: Sperlingsvoegel (Passeriformes)

Autor: Sönke Morsch
Mail: smorsch at natur-lexikon.com

Website : www.fotonatur.de

Dokument: SM 00044

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Häufiger Brutvogel.

Kennzeichen
Der Hausrotschwanz hat etwa Sperlingsgröße. Er besitzt einen langen gerundeten rostroten ständig zitterndern Schwanz. Das Männchen besitzt ein dunkelgraues Gefieder. Die Weibchen sind einheitlich dunkelgraubraun und an der Bauchunterseite dunkler gefärbt als Gartenrotschwänze. Kurzer Schnabel. Aufrechte Körperhaltung.

Verbreitung und Bestand
Der Hausrotschwanz ist ein ehemaliger Gebirgsregionsbewohner. Heute ist er ein weitverbreiteter Brutvogel, der nur auf Island, Schottland, Nordosteuropa und Nordskandinavien fehlt.

Der Hausrotschwanz ist heute meist in Dörfern und in Städten anzutreffen. Stabiler Bestand bzw. ist eine leichte Zunahme festzustellen.

Wanderungen
Das Überwinterungsgebiet des Hausrotschwanz liegt im Mittelmeerraum und  in Nordafrika bis an die Sahara heran. Er ist ein Kurz- und Mittelstreckenzieher, wobei es immer mehr zu Überwinterungsversuchen in den Großstädten kommt. Sie sind typische Einzelzieher.

Biotop
Ehemals reiner Gebirgsbewohner. Seit dem 19.Jahrhundert Ausdehnung des Brutgebiets bis ins Flachland. Als Ersatz für den nicht mehr vorhandenen Felsen dienen heute die Städte und Dörfer mit ihren Häusern. So kann man immer wieder den Gesang des Hausrotschwanzes mitten in Citys hoch oben auf Häusern hören.

Nahrung
Insekten und Spinnentiere. Im Spätsommer und Herbst auch Beeren.

Hausrotschwanz auf Stacheldraht

Verhalten
Er ist sowohl Tagaktiv und im geringen Maße auch Nachtaktiv. Der Gesangsbeginn liegt vor dem Sonnenaufgang. Das Zittern des Schwanzes und das Einknicksen für ist für Rotschwänze charakteristisch.  Er ist ein Ansitzjäger, der meist die Beute vom Boden aufpickt. Aber auch aus der Luft kann die Beute von ihm gefangen werden. Seine Reviere sind zur Brutzeit vorhanden, die bis in den Herbst gehalten werden.

Fortpflanzung
Saisonehe. Eine Vermischung mit Gartenrotschwänzen kommt nicht selten vor.

Beute mit Hausrotschwanz

Der Hausrotschwanz ist ein Halbhöhlenbrüter. Nicht sehr wählerisch bei der Suche.  Nistplatztreue. Die Nistplatzwahl erfolgt durch das Weibchen. Auch brütet nur das Weibchen. Die 3 bis 6 Eier einen Geleges sind reinweiß.

Alter
Mindesten 10 Jahre.



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