Kernbeisser

Kernbeisser (Coccothraustes coccothraustes)

Familie: Finken (Fringillidae)
Unterordnung: Singvögel (Passeres)
Ordnung: Sperlingsvoegel (Passeriformes)

Autor: Sönke Morsch
Mail: smorsch at natur-lexikon.com

Website : www.fotonatur.de

Dokument: SM 00038

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Kennzeichen
Der Kernbeisser ist etwa Starengroß. Auffällig ist sein großer kräftiger Schnabel und die gedrungenen Gestalt. Es sind kaum Verwechselungen mit anderen Vögel möglich. Das Männchen ist zimtbraun am Kopf gefärbt.

Kernbeisser am Boden

Verbreitung und Bestand
Brutvogel; bis auf Irland in ganz Europa verbreitet. Der Bestand ist vom Nahrungsangebot abhängig. Starke Winter können zu Bestandseinbrüchen bei den Kernbeissern führen. Auf Grund der letzten milden Winter ist eine Zunahme der Bestände zu beobachten.

Kernbeisser unterwegs

Wanderungen
Standvogel. Vögel aus dem Norden Europas sind Teilzieher, die ihr Winterquartier im nördlichen Mittelmeerraum und auf der Iberischen Halbinsel haben. In kleinen Gruppen durchstreift der Kernbeisser die Gegenden


Biotop
Nadelwälder werden von dem Kernbeisser meist gemieden. Vor allem Misch- und Laubwälder mit Unterwuchs bilden seinen Lebensraum. In Parks, Gartenkolonien und Auwäldern ist der Kernbeißer ebenfalls zu finden. Im Winter auch an Futterstellen in den Dörfern und Städten.

Nahrung
Kirschkerne sind das Leibgericht des Kernbeissers. Um einen Kirschkern zu knacken wird etwa die Kraft von 50 kg benötigt. Sonst bilden Früchte, hartschalige Samen und im Süden auch Kerne der Oliven seine Nahrungsgrundlage. Im Winter und im Frühling sind Knospen und junge Triebe die Hauptnahrung. Zusätzlich bilden Insekten und deren Larven einen weitere Nahrungsquelle.

Kernbeißer

Verhalten.
Außerhalb der Brutzeit ist er in in kleinen Trupps unterwegs, es kann aber auch zu größeren Schwärmen kommen. Gemeinsame Schlafplätze in Koniferen oder immergrünen Pflanzen werden von dem Kernbeisser bevorzugt. Die Nahrung wird meist in den Baumkronen gesucht. Im Winter lesen Kernbeisser herabgefallene Samen vom Boden auf. Insekten können im Jagdflug von ihm gefangen werden. Zur Brutzeit kleine Reviere.

Kernbeisser Nahaufnahme

Fortpflanzung
Im ersten Lebensjahr wird der Kernbeisser geschlechtsreif. Paare halten wahrscheinlich mehre Jahre zusammen. Das Nest wird meist auf Laubbäumen gebaut, seltener in Nadelbäumen. Es kann dabei zu einer lockeren Koloniebildung kommen. Hohe Obstbäume, Pappeln und Birken werden von ihm bevorzugt. Ein freier Anflug auf das Nest muss dabei gegeben sein. Das Nest wird meist nahe am Stamm gebaut. Die Nester sind locker, aber groß gebaut. 3- 6 Eier. Zweitbruten sind möglich. Das Weibchen brütet allein und wird vom Männchen gefüttert. Beide Elternteile füttern die Jungen.

Alter
Ältester Ringfund 12 Jahre.



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Kernbeisser

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