Kleinspecht

Kleinspecht (Picoides minor)

Familie: Spechte (Picidae)
Ordnung: Spechtvögel (Piciformes)

Autor: Sönke Morsch
Mail: smorsch at natur-lexikon.com

Website : www.fotonatur.de

Dokument: SM 00037

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Kennzeichen
Etwa Sperlingsgroß. Kleinster europäischer Specht. Auf Grund seiner Größe und seinem sehr spitzen Schnabel, besteht kaum die Gefahr einer Verwechselung mit anderen Spechten.

Verbreitung und Bestand
Häufiger Brutvogel in Europa. Meidet das Gebirge. Auf Grund seiner Lebensweise schwer zu entdecken. In manchen Gegenden Mitteleuropas gibt es Zuwächse dieser Art. Im Süden aber auch in Skandinavien gibt es starke Bestandseinbrüche, die durch intensive Bewirtschaftungen der Wälder verursacht werden.

Kleinspecht am Ast

Wanderungen
Standvogel. Im Herbst auch abseits seiner angestammten Brutgebiete. Sehr Kälte unempfindlich.

Biotop
Laub- und Mischwälder. Aber auch Parks, Gärten und Auwäldern. Totholz muss vorhanden sein. Meidet zu dichte Wälder. Weichhölzer wie Pappel und Weiden werden bevorzugt.

Kleinspecht im Flug

Nahrung
Fast nur tierische Nahrung. Insekten werden von Blättern abgelesen. Im Winter wird die Nahrung unter Rinden und im Totholz gesucht. Futterstellen werden gelegentlich aufgesucht.


Verhalten
Tagaktiv. Nahrungssuche an Ästen und Stämmen, aber auch an Pflanzen.
Flugjagd im Sommer auf Insekten kommt vor. Hält sich verstärkt in den Kronen der Bäume auf, deshalb schwer zu entdecken. Schlaf- und Bruthöhlen werden selbst gezimmert. Nistplatzkonkurrenten wie Buntspecht und Star werden energisch vertrieben. Im Winter kommt die Vergesellschaftung mit anderen Vögeln wie Meisen häufig vor.

Kleinspecht am Beutel

Fortpflanzung
Bruthöhlen in morschen Bäumen. Mehrere Bruthöhlen sind im Angebot.
Männchen vollführt in der Brutzeit Schauflüge. Männchen und Weibchen bauen gemeinsam an der Bruthöhle. Gelegegröße bis zu sechs Eier. Zweitbrut kann vorkommen. Die Jungen werden am Höhleneingang gefüttert.

Alter
Sechs Jahre wurden nachgewiesen.


Kleinspecht im Größenvergleich mit dem Feldspatz



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