Rotschenkel

Rotschenkel (Tringa totanus)

Familie: Schnepfen (Scolopacidae)
Ordnung: Wat-, Möwen-, Alkenvögel (Charadriiformes)
Klasse: Vögel (Aves)

Autor: Sönke Morsch
Mail: smorsch at natur-lexikon.com

Website : www.fotonatur.de

Dokument: SM 00035

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Kennzeichen
Etwa Taubengroß. Im Prachtkleid dunkel gesprenkelt. Orangerote Beine und Schnabel. Beim Auffliegen ist der weiße Flügelhinterrand ein auffälliges Kennzeichen.

Rotschenkel mit Beute

Verbreitung und Bestand
Vor allem in Mittel, Nord- und Osteuropa zu finden. Bei uns in Deutschland Brutvogel. Schwerpunkt ist das küstennahe Tiefland. Abnehmende Bestände.
Man rechnet auch den Rotschenkel zu den gefährdeten Arten in Europa.

Wanderungen
Brutvögel aus Deutschland sind Zugvögel. Ihr Winterquartier liegt vor allem an der Atlantikküste und erstreckt sich bis ans Mittelmeer. Aber auch das tropische Westafrika kann noch dazu gehören. Brutorttreue ist nachgewiesen.

Rotschenkel auf Pfahl

Biotop
Feuchte Wiesen, Moore und Sümpfe und Küstenregionen dienen als Brutplatz. Sucht gern während der Brutzeit die Nähe des Kiebitz. Außerhalb der Brutzeit werden gern Flachwasserzonen aufgesucht.

Rotschenkel Gruppe

Nahrung
Tierische Nahrung, vor allem Würmer, Mollusken usw. Pflanzlicher Anteil an der Nahrung ist sehr gering.

Verhalten
Tagaktiv. An den Küsten von Ebbe und Flut abhängig. Die Nahrung wird durch sondieren des Erdreiches oder pickend aufgenommen. Zur Brutzeit kleine Reviere, fast schon Kolonienartig, die gegen Eindringlinge verteidigt werden. Es wird dann kollektiv verteidigt. Ein sogenannter Ausdrucksflug markiert die Reviergrenzen. Nach der Brutzeit gesellig.

Rotschenkel im Flug

Fortpflanzung
Erstbrut im 2. Lebensjahr. Ausgiebige Balz. Partnertreue wohl eher durch die Nistplatztreue vorhanden. Das Weibchen wählt die Nestmulde, die vorher vom Männchen angelegt wurde. Das Nest liegt am Boden und ist durch Pflanzen gut versteckt. 2-5 sandfarbene mit dunkelgraue Flecken versehene kreiselförmige Eier. Zweitbrut möglich. Männchen und Weibchen brüten. Die Jungen sind Nestflüchter. Bei Gefahr drücken sich die Jungen eng an den Boden.

Alter
Bis zu 17 Jahren wurde nachgewiesen.



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Rotschenkel

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