Fischadler

Fischadler (Pandion haliaetus)

Familie: Fischadler (Pandionidae)
Ordnung: Greifvögel (Falconiformes)

Autor: Sönke Morsch
Mail: smorsch at natur-lexikon.com

Website : www.fotonatur.de

Dokument: SM 00034

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Kennzeichen
Der Fischadler ist etwas größer als der Mäusebussard. Schmalflügelich. Im Flug von vorn an eine Großmöwe erinnernd. Er besitzt llange schuppige Beine, welche an die Wasserjagd angepasst sind. Ein kurzes Eintauchen ist möglich, daher sind die Nasenlöcher verschließbar. Das Männchen ist etwas kleiner als das Weibchen.

Fischadler

Verbreitung und Bestand
Fischadler kommen in verschiedenen Unterarten auf mehreren Kontinenten vor. In Europa vor allem im nördlichen Bereich. Er gilt allgemein als gefährdet, auch wenn in manchen Gegenden die Bestände wieder zugenommen haben. In Deutschland trifft dies vor allem für Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zu.

Fischadler am Nest

Wanderungen
Zugvogel; Die Winterquartiere liegen in dem tropischen Westafrika. Es wird davon ausgegangen, dass die Jungvögel das erste Jahr im Überwinterungsgebiet bleiben, höchstens bis in den Mittelmeerraum ziehen.


Biotop
Saubere klare Seen und Küstenbuchten mit hohen Bäumen zum Nestbau. Das Nest kann vom Jagdrevier weit entfernt liegen.

Fischadler bringt Beute


Nahrung
Fast ausschließlich Fische. Nur in Notzeiten wird auf Kleinsäuger, Vögel und Reptilien ausgewichen.

Fischadler mit Stock Fischadler mit Beute

Verhalten
Fischadler sind tagaktiv. Im Rüttel- oder Suchflug oder vom Ansitz aus wird nach Beute gesucht. Die eigentliche Jagd und das Greifen der Beute wird dann im Sturzflug absolviert.
Geschwindigkeiten bis zu 80 km kann er dabei erreichen. Große Fische können dem Adler schon mal Schwierigkeiten bereiten, dass aber der Adler vom Fisch mit in die Tiefe gezogen wird, sind Ammenmärchen, denn der Adler kann durch Zehenspreizen die Beute wieder loslassen. Die Beute wird mit dem Kopf voran getragen, schon auf dem Flug kann der Fisch gekröpft werden, meistens aber passiert dies auf dem Ansitz. Er ist territorial. Reviere werden durch Balzflüge abgesteckt.

Fortpflanzung
Sie sind nach 3 Jahren geschlechtsreif. Saisonehe, wobei die Vögel aber zum alten Horst zurück kehren. Besonders Kiefern werden als Horstbaum bevorzugt. Das Nest wird im Wipfel des Baumes gebaut. Kunsthorste werden angenommen, diese werden meist auf Strommasten angelegt. ( Mecklenburg-Vorpommern ) Nester werden über Jahre benutzt und können zu gewaltigen Bauwerken anwachsen. 1-3 ovale weiße mit rotbraunen Flecken versehene Eier. Das Weibchen brütet. Das Männchen jagt und bewacht den Horst. Bis zum Flügge werden, ist die Fischjagd allein Sache des Männchens. Nach dem Ausfliegen bleibt der Familienverband noch einige Zeit zusammen.

Alter
Bis 24 Jahre.



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