Bekassine

Bekassine (Gallinago gallinago)

Familie: Schnepfen (Scolopacidae)
Ordnung: Wat-, Möwen-, Alkenvögel (Charadriiformes)
Klasse: Vögel (Aves)

Autor: Sönke Morsch
Mail: smorsch at natur-lexikon.com

Website : www.fotonatur.de

Dokument: SM 00029

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Kennzeichen
Etwa Drosselgröße, kurzbeinig, langer Schnabel, gedrungene Gestalt.

Verbreitung und Bestand
In ganz Europa zu finden. In Mitteleuropa starke Abnahme. Bedingt durch Entwässerungsmaßnahmen und Biotopzerstörungen. Teilweise nur noch isoliertes Vorkommen. Bestandschwerpunkte liegen in den Tiefebenen.

Bekassine Paar

Wanderungen
Europäische Bekassinen sind Kurz- und Mittelstreckenzieher. Im westlichen Teil Europas auch Standvögel. Das Überwinterungsgebiet beginnt schon an der Nordseeküste und erstreckt sich bis in den Mittelmeerraum. Vögel aus dem Hohen Norden sind allerdings Langstreckenzieher, die bis nach Afrika und Vorderindien wandern.

Bekassine im Flug

Biotop
Moore, Feuchtwiesen und Verlandungszonen. Weiterhin Marschlandschaften, Sümpfe und Seichtwasserzonen. Voraussetzung muss aber ein weicher Boden zu stochern und damit zur Nahrungsaufnahme sein. Die Umgebung muss aus deckungsreicher nicht zu hoher Vegetation bestehen.

Bekassine im Gras

Nahrung
Schnecken, Würmer, Insektenlarven aber auch Samen und Früchte von Binsen und Seggen. Die tierischen Nahrung wird aus der oberen Schlammschicht mit dem Schnabel selektiert.

Stimme
Bekannt ist das sogenannte Meckern. Dieses wird durch rasante Sturzflüge mit den Steuerfedern erzeugt. Am Brutplatz rufen Männchen und Weibchen von Sitzwarten aus.

Verhalten
Tag- und Nachtaktiv. Sehr schneller Flug, bei Gefahr mit vielen Zacken und Haken versehen. Spezialisiert auf Nahrung im Schlamm, die er mit dem Schnabel sondiert.
Der obere Teil des Schnabels ist biegsam, um die Beute besser halten zu können. Revierabgrenzungen während der Brutzeit, auch sonst nicht sehr gesellig. Zu größeren Ansammlungen kommt es gelegentlich zur Zugzeit.
Reviermarkierungsflüge mit dem sog. Meckern, es dient aber auch der Balz.
Bei Gefahr wird sich an den Boden gedrückt, hierbei wird auch Deckung wie Gras usw. genutzt (Schreckstellung).
Am Nest oder bei den Jungen kommt es zum Verleiten, dabei wird der Schwanz gespreizt und Auf- und Zugeklappt.

Fortpflanzung
Saisonehe. Die Revierauswahl trifft das Männchen. Die Nistplatzwahl trifft das Weibchen. Das Nest liegt meist gut versteckt zwischen Pflanzen. Die Weibchen brüten und die Männchen halten in Nestnähe Wache. Die Jungen sind Nestflüchter und verlassen schon am ersten Tag das Nest. Beide Elternteile führen die Jungen. Die Jungen können im Flug transportiert werden, in dem die Elterntiere die Küken mit dem Schnabel an die Brust drücken.

Alter
Ältester Ringfund 16 Jahre.

Besonderheit
Wird vom Volksmund auch „ Himmelsziege „ genannt.



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