Schwarzhalstaucher

Schwarzhalstaucher (Podiceps nigricollis)

Familie: Lappentaucher (Podicipedidae)
Ordnung: Lappentaucher (Podicipediformes)
Klasse: Vögel (Aves)

Autor: Sönke Morsch
Mail: smorsch at natur-lexikon.com
Website : www.fotonatur.de

Dokument: SM 00028

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Kennzeichen
Wie bei allen Lappentauchern sind die Zehen nicht durch Schwimmhäute miteinander verbunden. Die Zehen tragen Lappen, die den Tauchern ein hervorragendes Schwimmen und Tauchen ermöglichen

Nach dem Zwergtaucher der kleinste Taucher, der fünf bei uns vorkommenden Lappentaucherarten. Im Brutkleid mit schwarzen Hals und Kopf, mit goldbraunen Federschopf an den Ohren. Auffällig sind die roten Augen Im Schlichtkleid sehr unauffällig und dem Ohrentaucher ähnlich.

Verbreitung und Bestand
Kommt nur Lückenhaft in Mitteleuropa vor. Das Hauptvorkommen liegt im Osten Europas. Bis Mittelasien. Starke Bestandsschwankungen. Brutvogel Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommern, aber insgesamt ein seltener Taucher.


Wanderungen
Kurzstreckenzieher. Überwinterung an den Küsten- und Binnengewässer von Mitteleuropa. Genfer See und Bodensee sind bekannte Überwinterungsgebiete.

Schwarzhalstaucher Familie

Biotop
Flachgründinge Seen und Lagunen. Auch Fischteiche. Mitunter sehr kleine Wasserflächen. Starke Bindung an Lachmöwenkolonien. Selbst Kolonienbrüter, allerdings nur in kleiner Anzahl. Außerhalb der Brutzeit eher größere Seen mit offenen Wasserflächen.

Nahrung
Weniger kleine Fische. Vor allem Insekten, Mollusken und Crustaceen (Krebstiere).

Verhalten
Tag- und Nachtaktiv. Nahrung wird vor allem durch Tauchen erbeutet. Kann aber auch von der Wasseroberfläche abgesammelt werden. Bei Gefahr abtauchen. Gesellig. Nestreviere werden aber gegen Konkurrenten verteidigt. Balzverhalten mit Kopfschütteln, Scheinputzen, Schnäbeln, Fluglauf und Nestsmaterial präsentieren.

Fortpflanzung
Geschlechtsreif nach einem Jahr. Saisonehe. Nest wird in der dichten Vegetation angelegt, schwimmend oder auf kleinen Inseln. Drei bis vier Eier. Eier weiß.
Legebeginn Mai/ Juni. Eine Jahrebrut. Das Gelege wird beim Verlassen mit Schilfhalmen usw. abgedeckt und somit geschützt. In der ersten Zeit werden die Jungen auf dem Rücken getragen. Nach ca. zwei Wochen teilt sich die Familie und Männchen und Weibchen führen unabhängig von einander.



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