Rothalstaucher mit Beute

Rothalstaucher (Podiceps grisegena)

Familie: Lappentaucher (Podicipedidae)
Ordnung: Lappentaucher (Podicipediformes)
Klasse: Vögel (Aves)

Autor: Sönke Morsch
Mail: smorsch at natur-lexikon.com
Website : www.fotonatur.de

Dokument: SM 00027

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Kennzeichen
Wie bei allen Lappentauchern sind die Zehen nicht durch Schwimmhäute miteinander verbunden. Die Zehen tragen Lappen, die den Tauchern ein hervorragendes Schwimmen und Tauchen ermöglichen.

Kleiner und mit einem kürzeren Hals versehen als der Haubentaucher. Zur Brutzeit schwarze Oberseite, roter Hals und graue Kehle. Im Ruhekleid kann es zu Verwechslungen mit dem Haubentaucher kommen.

Rothalstaucher Paar

Verbreitung und Bestand
Vom östlichem Mittelmeer bis nach Westsibirien reicht das Brutgebiet des Rothalstauchers. In Deutschland vor allem in Schleswig-Holstein als Brutvogel zu finden. Aber überall nicht oft, insgesamt nur wenige hundert Paare.


Wanderungen
Kurzstreckenzieher. Erscheinen regelmäßig im westlichen Europa an den Küsten der Meere. Ostsee, Nordsee bis nach Nord-Frankreich. Einige Exemplare überwintern auf Seen im Alpenvorland.

Biotop
Flache und kleinere Gewässer mit ausgedehnten Verlandungszonen. Auch Fischteiche.

Nahrung
Insekten, kleinen Fische, Mollusken und kleinen Frösche.

Verhalten
Tag- und Nachtaktiv. Sehr guter Taucher. Territorial. Manchmal kleine Kolonien.
Gern in der Nähe von Lachmöwenkolonie um hier frühzeitig vor Feinden (Seeadler) gewarnt zu werden. Starkes Balzverhalten mit Kopfschütteln, Nest-Material zeigen und Pinguin-Tanz.

Fortpflanzung
Geschlechtsreif wohl ab dem zweiten Lebensjahr. Saisonehe. Nest im Schilf oder in Seggen versteckt. Aber auch offen im Wasser auf einer aus Schilf und Gräsern gebauten Plattform. Das Gelege besteht meist aus vier bis fünf Eiern. Legebeginn Ende April.

Eine Jahresbrut, selten zwei. Junge werden in der ersten Woche auf dem Rücken der Alttiere getragen.



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Rothalstaucher

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