Zwergtaucher

Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis)

Familie: Lappentaucher (Podicipedidae)
Ordnung: Lappentaucher (Podicipediformes)
Klasse: Vögel (Aves)

Autor: Sönke Morsch
Mail: smorsch at natur-lexikon.com
Website : www.fotonatur.de

Dokument: SM 00026

► mehr Vögel


Kennzeichen
Wie bei allen Lappentauchern sind die Zehen nicht durch Schwimmhäute miteinander verbunden. Die Zehen tragen Lappen, die den Tauchern ein hervorragendes Schwimmen und Tauchen ermöglichen.
Nur etwa drosselgroß. Kurzer Hals. Im Brutkleid schwarzbraun. Kopfseiten kastanienbraun. Rückenseite mit Bürzel weiß. Weißer Schnabelfleck. Kleinster der Lappentaucher. Rundliche Erscheinung.

Verbreitung und Bestand
In Mitteleuropa weit verbreitet. Meist aber sehr schwer zu entdecken, da sehr heimlich.

Wanderungen
Stand- und Strichvogel. Nördliche und östliche Vögel ziehen bis ans Mittelmeer. Halten sich lange bei Vereisungen der Seen und Förden, ziehen dann aber ab, da freie Wasserflächen unbedingt sein müssen.

Zwergtaucher Start

Biotop
Stehende Binnengewässer mit dichtem Pflanzenbewuchs. Gern nur geringe Wassertiefe, wobei das Wasser klar sein muss. Brutgewässer können sehr klein sein, oft nur Tümpel. Kommt auch in Städten und Dörfern vor.

Nahrung
Vor allem Insekten, Kaulquappen, Krebstierchen und kleine Würmer. Aber auch kleinen Fische. Wasserpflanzen werden auch genommen, vor allem für die Brut.

Verhalten
Tag- und nachtaktiv. Bei Gefahr wird schnell abgetaucht, dann nur schwer wieder zu finden. Braucht um zu Fliegen langen Anlauf; schlechter Flieger. Beute wird durch tauchen erbeutet, aber auch von der Wasseroberfläche abgelesen. Territorial. Außerhalb der Brutzeit in kleinen verstreuten Gruppen. Balzverhalten drückt sich durch Nistmaterial zeigen, Imponiergehabe, Parallelschwimmen, Balzfüttern aus. Paarbildung schon im Winterquartier.

Fortpflanzung
Nach einem Jahr geschlechtsreif. Nest freischwimmend auf untergetauchten Pflanzen. Meist in guter Deckung, kann aber auch frei stehen. Plattform aus verfaulten Pflanzenteilen. Gelegegröße bis zu sechs Eiern. Legebeginn in Mitteleuropa März/Anfang April. Zwei Jahresbruten. Nest wird beim Verlassen abgedeckt. Junge können schon am ersten Tag nach dem Schlüpfen tauchen. Eltern nehmen die Jungen auf den Rücken. Nachts auf Brutnest oder auf Übernachtungsnestern.

Alter
Ältester Ringfund 17 Jahre.



Alle gezeigten Texte und Bilder unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Eine Kopie oder Nutzung ausserhalb des Natur-lexikon.com ist nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Autors / Fotografen gestattet. Eine Einbindung der Bilder in fremde Webseiten ist grundsätzlich nicht gestattet. Mit der Nutzung der Website Natur-Lexikon.com stimmen Sie der Nutzung von Cookies und der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google zu. Weitere Details entnehmen Sie den Informationen zum Datenschutz. Die gezeigten Inhalte dienen der Weiterbildung.

Zwergtaucher

Natur-Lexikon.com