Mittelsäger

Mittelsäger (Mergus serrator)

Gattung: Säger (Mergus)
Familie: Enten (Anatidae)
Ordnung: Entenvögel (Anseriformes)
Klasse: Vögel (Aves)

Autor: Sönke Morsch
Mail: smorsch at natur-lexikon.com
Website : www.fotonatur.de

Dokument: SM 00023

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In Deutschland seltener Brutvogel. Häufiger Wintergast an der Ostsee

Kennzeichen
Erreicht in etwa die Größe der Stockente. Beim Männchen im Brutkleid Kopf, Hals und Nacken schwarzgrün. Breiter Halsring. Brust rostbraun. Am Rücken breiter weißer Streifen sonst schwarz. An den Seiten gewellt und grau. Federhaube bei Männchen und Weibchen. Das Weibchen ist an der Oberseite bräunlichgrau. Hals und Kopf rotbraun.
Langer Schnabel mit Lammelen, die das festhalten der gefangenen Beute ermöglichen. Erinnert an eine Säge.

Mittelsäger mit Beute

Verbreitung und Bestand
Stark an Meeresküsten gebunden. Vor allem außerhalb der Brutzeit halten sie sich in Küstennähe auf. Vorkommen vor allem in Nordeuropa. Hauptüberwinterungsgebiet ist die Ost- und Nordsee. Im Binnenland sehr selten an zutreffen.

Bestand in Schleswig-Holstein ca. 200 Paare und Mecklenburg ca. 250 Paar. Dies sind die einzigen größeren Bestände in Deutschland.

Mittelsäger Paar

Wanderungen
Stand und Strichvogel. Hauptüberwinterungsgebiete sind die Ostsee, Nordsee und der Nordatlantik. Es kommt vor, dass bei sehr kaltem und eisreichem Wetter die Mittelsäger an das Mittelmeer ausweichen.

Biotop
Küsten, Inseln, Seen und bewaldete Fußufer. Das Brutgebiet reicht über gesamte Nordhalbkugel.

Mittelsäger im Flug

Nahrung
Vor allem Fische, nicht größer als 10 cm. Aber auch Krebstiere und Würmer. Die Beute wird wie bei allen Sägern beim Tauchen gefangen.

Verhalten
Tagaktiv. Beim Jagen wird das Gesicht oft unter Wasser gehalten, um hier nach Beute zu spähen. Das sogenannte Wasserlugen. Gruppenjagd kommt vor. Sehr gesellig. Gruppenbalz. Auffälliges Balzspiel der Männchen. Beim Weibchen Begattungsaufforderung durch Flachlegen auf dem Wasser.

Fortpflanzung
Saisonehe. Das Weibchen sucht den Nistplatz. Das Nest wird in Erdhöhlen, am Boden zwischen dichter Vegetation, zwischen Steinen usw. gebaut. Meist dicht am Wasser. Kein großer Anspruch bei der Nistplatzwahl. 5 – 12 bräunliche Eier. Das Weibchen brütet und führt die Jungen.

Alter
Ältester Ringfund. 9 Jahre



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