Gänsesäger

Gänsesäger (Mergus merganser)

Gattung: Säger (Mergus)
Familie: Enten (Anatidae)
Ordnung: Entenvögel (Anseriformes)
Klasse: Vögel (Aves)

Autor: Sönke Morsch
Mail: smorsch at natur-lexikon.com
Website : www.fotonatur.de

Dokument: SM 00022

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Häufiger Wintergast. Seltener Brutvogel in Mitteleuropa.

Kennzeichen
Etwas größer als die Stockenten. Das Männchen ist überwiegend weiß. Hals und Kopf schwarzgrün. Schulter schwarz. Der Rumpf des Weibchen ist aschgrau. Kopf und Hals rotbraun. Männchen und Weibchen tragen eine Haube.

Gänsesäger Männchen
Gänsesäger Weibchen

Verbreitung und Bestand
Brutvogel der nördlichen Halbkugel. Isolierte Vorkommen am nördlichen Alpenrand. Die südlichste Grenze des Brutvorkommens ist die norddeutsche Tiefebene. In den letzten Jahren Zunahme des Bestandes durch Schaffung künstlicher Nistmöglichkeiten.

Wanderungen
Die Vögel der nördlichen Gegenden sind Stand- oder Strichvögel. Es kommt zu der sogenannten Eisflucht. Hauptüberwinterungsquartier der nördliche Population ist die Ostsee, Nordsee und Atlantikküste.

Biotop
Brutvogel an Flüssen, Seen und mit Bäumen bestandenen Küsten. Es kommen auch sehr kleinen Bäche in Frage, solange ein Nahrungsangebot da ist. Im Winter an größeren fischreichen Seen und Buchten.


Nahrung
Vor allem Fische. Mit ihrem, mit kleine Lammellen versehenen, Schnabel können sie hervorragend ihre Beute festhalten. Der Schnabel erinnert an eine Säge, daher auch der Name Im Winter kommt es oft vor, das durch schmarotzende Möwen ihr Fang wieder abgejagt wird.

Gänsesäger im Flug

Verhalten
Nahrungserwerb erfolgt tauchend. Meist tagaktiv. Bekannt ist das sogenannte Wasserluggen, das heißt mit eingetauchten Kopf schwimmend nach Beute spähen. Bis zu 10 Meter Tauchtiefe. Übernachten auf trockenen Plätzen, wie kleinen Inseln, Sandbänken usw.

Das ganze Jahr gesellig, bei günstiger Gelegenheit liegen die Nester auch dicht neben einander.

Gänsesäger mit Beute

Fortpflanzung
Saisonehe. Höhlenbrüter. Baumhöhlen, Kopfweiden, Felsenhöhlen, unter Dächern usw. aber auch künstliche Bruthöhlen. Das Weibchen sucht die Höhle aus. Die Eier werden ohne Auspolsterung abgelegt. Eier rahmfarbig. 8 – 12 Eier. 1 Jahresbrut. Die geschlüpften Jungen springen von der Höhle herunter und benutzen dabei ihre Flügel und Füße als Fallschirm. Kleine Jungen werden im Wasser von den Elterntiere getragen.

Alter
9 Jahre



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