Rauchschwalbe

Rauchschwalbe (Hirundo rustica)

Familie: Schwalben (Hirundinidae)
Unterordnung: Singvögel (Passeres)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Klasse: Vögel (Aves)

Autor: Sönke Morsch
Website : www.fotonatur.de

Dokument: SM 00020

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Häufiger Brutvogel in Mitteleuropa.

Kennzeichen
Schwalbe mit langen Schwanzspitzen. Kinn, Kehle und Stirn sind kastanienrot. Oberteil metallischblau. Dunkelbraunes Brustband. Bauch und Brust weißlich. Schwanz schwarzbraun mit weißen Flecken.

Verbreitung und Bestand
Fast in ganz Europa zu finden. Außer Island. Meist die häufigste Schwalbe. Lokale Rückgänge zu beobachten, oft durch Verbauung der Nistmöglichkeiten in den modernen Viehställen. Ausgleich durch modere Gebäude die Einflugmöglichkeiten haben. Massensterben durch starke Witterungseinflüssen werden in kurzer Zeit wieder ausgeglichen.

Rauchschwalbe auf Ast

Wanderungen
Langstreckenzieher. Überwinterungsgebiet ist Afrika / Sahara. Längste nachgewiesene Zugstrecke 12 000 km . Ausgeprägte Nistplatztreue.

Biotop
Kulturfolger. Offene Landschaften. Brütet in Ställen, Scheunen und anderen Gebäuden mit Einfluglöchern. Grünflächen zur Nahrungsjagd erforderlich. Auch über Gewässer.

Nahrung
Fliegende Insekten. Läuse direkt von Zweigen.

Rauchschwalbe Paar

Verhalten
Höchstgeschwindigkeit 70 –80 km/h. Tagzieher. Trippeln auf dem Boden. Gemeinschaftsschlafplätze. Im Spätsommer im Schilf und auch im Mais und Bäumen.

Tagesruheplätze auf Leitungsdrähten. Flugbaden und Trinken. Die Flughöhe ist abhängig vom Wetter. Außerhalb der Brutzeit sehr gesellig. Brutplatzdichte von den Möglichkeiten abhängig. Brutplatzrevierverteidigung gegen Artgenossen. Bei Feinden gemeinschaftliche Vertreiben.

Fortpflanzung
Nistplatzwahl durch das Männchen. Standorttreue, dadurch bedingt Partnertreue. Ankunft der Brutvögel kann sich über Wochen hinziehen. Nester meist in landwirtschaftlichen Gebäuden, Hauseingängen, Scheunen, Lagerhallen usw. Nester werden frei an Wänden gebaut. Nisthilfen ( Kunstnester, Nistbrettchen ) an glatten Wänden werden angenommen.
Nistmaterial sind lehmige Erdklümpchen die mit Speichel versetzt werden. Haare und Halme werden als Verstärkung genommen. Federn, Halme und Haare bilden die Nestmulde.

Beide Partner bauen das Nest.
4 – 6 mattweiße hellbraun getupfte Eier. Bis drei Jahresbruten kommen vor. Nur das Weibchen brütet und wird auch nicht von Männchen gefüttert. Das Futter wird als Futterballen gefüttert. Schon nach kurzer Zeit sitzen die Jungen am Nestrand und betteln. Nach dem Ausfliegen Flugfütterung. Lang anhaltende Regenperioden können starke Verluste bei den Jungen verursachen.

Alter
12 und 16 Jahre.

Besonderes
Die Rauchschwalbe ist in vielen Ländern sehr beliebt, soll sie doch den Sommer bringen.



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