Waldwasserläufer

Waldwasserläufer (Tringa ochropus)

Familie: Schnepfen (Scolopacidae)
Ordnung: Wat-, Möwen-, Alkenvögel (Charadriiformes)
Klasse: Vögel (Aves)

Autor: Sönke Morsch
Mail: smorsch at natur-lexikon.com

Website : www.fotonatur.de

Dokument: SM 00017

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Seltener Brutvogel in Deutschland

Kennzeichen
Etwa so groß wie ein Star. Oberseite dunkelbraun mit weißen Flecken. Der weiße Bürzel sticht deutlich hervor. Dies ist besonders beim Auffliegen gut zu sehen. Kopf und Hals graubraun gestreift. Überaugenstreif. Schnabel schwärzlich. Füße bleigrau.

Verbreitung und Bestand
Brutvogel der Nadelwaldzone Nordeuropas. Zieht sich bis Ostsibirien hin. Seit kurzer Zeit auch Brutvogel der norddeutschen Tiefebene. Brutnachweise sind nur schwer zu erbringen. Zur Zugzeit in kleinen Trupps unterwegs.

Wald-Wasserläufer

Wanderungen
Kurz- bis Langstreckenzieher. Die Winterquartiere liegen im atlantischen Westeuropa, Mittelmeergebiet aber auch Vorderasien bis tropische Afrika.


Biotop
Baumbestandene Moore, Bruch und Auwälder sowie Ufer von Seen und Flüssen mit Baumbestand. Außerhalb der Brutzeit an verschiedenen Gewässern zu finden. Meidet aber schutzlose größere Schlammflächen.

Nahrung
Vor allen Insekten und im Wasser auch kleine Krebstiere. Auch kleine Fische.

Waldwasserläufer Paar

Verhalten
Tag- und Nachtaktiv. Während des Zug meist nachts. Ausgesprochen dämmerungsaktiv. Bei Erregung starkes Körperwippen. Zur Brutzeit kleine Reviere. Auf dem Zug einzeln oder in kleinen Trupps. Auch mit anderen Limikolen wie Flussuferläufer.

Fortpflanzung
Sehr wenig erforscht. Nestablage in alten Drossel, Ringeltauben, Krähen, Eichelhähernestern. Auch in Baumhöhlen. Nistmaterial wird nicht eingetragen. 3 – 4 Eier. Sehr frühes Verlassen des Nestes. Das Weibchen verlässt frühzeitig die Familie.

Alter
Ältester Ringfund 11.5 Jahre.



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Waldwasserläufer

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