Basstölpel

Basstölpel (Sula bassana)

Familie: Tölpel (Sulidae)
Ordnung: Ruderfüßler (Pelecaniformes)

Autor: Sönke Morsch
Mail: smorsch at natur-lexikon.com

Website : www.fotonatur.de

Dokument: SM 00015

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Status
Seltener Gast an den Küsten

Kennzeichen
Etwa Gänsegroß, Torpedo ähnlicher Körper, kräftiger Schnabel, langer spitzer Schwanz. Nacken und Hinterkopf gelblich, sonst weiß. Jungvögel schwarzbraun. Füße schwarzbraun mit grünlichen Linien.

Verbreitung und Bestand
Brutvogel an Küsten und auf Inseln des Nordatlantik und der Nordsee. Ausreichende Nahrung und geeignete Brutmöglichkeit sind bestimmend. Aber auch die Windverhältnisse für den Start und Landung sind wichtig. An den Küsten Schottlands brüten ca. 40 % des Weltbestandes. Starke Verfolgung der Vögel im 19.Jh.

Basstölpel Paar

Wanderungen
Altvögel bleiben meist das ganze Jahr über in den Breiten der Brutplätze. Jungvögel ziehen meist in Richtung Süden bis vor die Küsten des tropische W.-Afrika. Brutortstreue wird angenommen .

Biotop
Brütet auf Felseninseln in Küstennähe oder an Steilküsten. Windverhältnisse ausgesprochen wichtig. Nicht unbedingt ein Hochseevogel.

Nahrung
Fische, vor allen Hering und Makrelen

Verhalten
Tagaktiv. Schwimmt mit angehobenen Schwanz. Gleit- bzw. Segelflug. Rascher Flügelschlag. Nahrung wird im Stoßtauchen erbeutet, aus ca. 30 bis 40 Metern Höhe. Taucht dabei bis 3.5 Meter tief. Durch zusätzliches Rudern mit den Flügeln können bis zu 5 Meter Tiefe erreicht werden. Auch dem reinen Schwimmen heraus kann Beute gemacht werden.
Kolonienbrüter. Koloniengröße sehr unterschiedlich. Häufig Streitereien am Nistplatz.
Sozialverhalten der Paare sehr hoch, zeigt sich durch Nackenbeißen, Kopfschütteln, Gefiedersträuben am Kopf.

Basstölpel auf Felsen

Fortpflanzung
Geschlechtsreif ca. im 5/6 Lebensjahr. Nestmulden. Nester stehen dicht nebeneinander. Nistmaterial Seetang, in neuster Zeit auch Reste von Fischernetzen.
Eier oval, bläulichgrün mit weißlichem Kalküberzug. Gelegegröße ein Ei, selten zwei.
Eiablage Mitte April/Anfang Mai. Eine Jahresbrut. Beide Elternteile brüten. Gefüttert wird bis zum Ausfliegen, dann hört die Familienbindung auf.

Alter
Lebenserwartung ca. 16 Jahre. Ältester Ringfund 24 Jahre.

Besonderes
Der deutsche Name Basstölpel stammt von der berühmten Basstölpelkolonie
Bass Rock vor der Ostküste Schottlands ab. Der zweite Teil des Namens bezieht sich die zutrauliche Art der Altvögel.
Etwa 100 Paare brüteten im 2002 auf der Hochseeinsel Helgoland. Der einzigste Brutplatz in Deutschland.



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Basstölpel

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