Kleiber

Kleiber (Sitta europaea)

Familie: Kleiber (Sittidae)
Unterordnung: Singvögel (Passeres)
Ordnung: Sperlingsvoegel (Passeriformes)
Klasse: Vögel (Aves)

Autor: Sönke Morsch
Mail: smorsch at natur-lexikon.com
Website : www.fotonatur.de

Dokument: SM 00014

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Status
Sehr häufiger Brutvogel Mitteleuropas

Kennzeichen
Körpergestalt einmalig in Europa. Etwa die Größe eine Haussperlings. Großer Kopf mit kurzem Hals. Kurzer Schwanz. Langer kräftiger Schnabel. Kräftige Beine, Zehen und Krallen. Die Körperhaltung immer etwas geduckt. Oberseite bläulichgrau, schwarzer Streifen über dem Schnabel durch das Auge gehend. Unterseite rostbraun

Verbreitung und Bestand

Fast in ganz Europa beheimatet, fehlt auf Irland, Island, den Mittelmeerinseln (außer Sizilien) und im äußersten Norden Skandinaviens und Nordrussland.
In Deutschland sehr häufiger Brut- und Jahresvogel. Durch Winterfütterung gebietsweise Zunahme.

Kleiber auf Baumstumpf

Wanderungen
Standvogel. Überwinterung meist im Brutgebiet. Wanderungen durch Futtermangel kommen vor, dann Invasionsartig.


Biotop
Lichte Laub- und Mischwälder. Parkanlagen, Friedhöfe, Gärten und Alleen. Bei Nadelforsten ist der Bestand geringer.

Nahrung
Im Frühjahr und Sommer meist Insekten. Ab dem Spätsommer Samen der Sonnenblumen, Koniferen usw. Aber auch Nüsse.

Kleiber im Flug

Verhalten
Tagaktiver Vogel. Übernachtet meist einzeln in Höhlen. Kleiber können im Gegensatz zum Specht oder Baumläufer auch mit dem Kopf voran an Bäumen und Felsen herunter klettern. Der kurze Schwanz wird nicht wie beim Specht als Stütze genutzt. Ein kopfüber abwärts kletternder Kleiber bewegt sich ruckartig. An Futterplätzen meist gegen anderen Vögel dominant. Im Winter kann es zu Vergesellschaftung mit Meisen kommen.
Nüsse werden sehr geräuschvoll aufgehackt. Futtervorräte werden ganzjährig angelegt. Der typische laute Pfeifton des Kleibers gehört zu den typischen Vogelstimmen im Frühling.

Kleiber an Futterröhre

Fortpflanzung
Monogame Saisonehe. Kann aber auch über die Brutzeit hinaus gehen. Unmittelbar nach dem Flügge werden versuchen die jungen Kleiber schon Reviere zu gründen. Nistplatzsuche im Spätwinter, wobei das Männchen dem Weibchen die Höhlen zeigt und das Weibchen dann entscheidet. Nistplätze sind alte Spechthöhlen, Mauerlöcher und Nistkästen. Der Eingang wird für den Kleiber passend verklebt. Die Brutzeit ist Ende April bis Ende Mai. Meist 6-7 milchig weiße mit rötlichbraunen Punkten und Flecken versehene Eier. Eine Jahresbrut ist die Regel.

Alter
Ältester Ringfund 9 Jahre.



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