Graugans

Graugans (Anser anser)

Gattung: Gänse (Anser)
Familie: Enten (Anatidae)
Ordnung: Entenvögel (Anseriformes)
Klasse: Vögel (Aves)

Autor: Sönke Morsch
Mail: smorsch at natur-lexikon.com
Website : www.fotonatur.de

Dokument: SM 00012

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Status in Mitteleuropa
Häufiger Brutvogel mit steigender Tendenz.

Kennzeichen
Abgesehen von der Kanadagans größte Gans Europas. Hell, bräunlichgrau. Im Flug auffallend silbergraue Vorderflügel. Weiße Ober- und Unterschwanzdecken. Auf der Unterseite hat die Graugans schwarze Flecken.

Graugans zwei

Verbreitung und Bestand
Vom östlichen Mittelmeer bis an den Pazifik. Die östlichen Graugänse haben einen rosafarbenen Schnabel, die der westlichen Population einen blass orangefarbenen Schnabel. Der Graugans-Bestand hat in den letzten Jahren in Deutschland deutlich zugenommen.

Garugans Formation

Wanderungen
Die Graugans ist in Nordwest Europa Stand und Strichvogel, sonst überwiegend Zugvögel. Ein ganz wichtiges Winterquartier liegt in Spanien am Guadalquivir.

Biotop
Sehr vielseitig. Meist an Binnengewässern mit Nestdeckung wie Schilf usw. Grasflächen zum Äsen müssen vorhanden sein.

Nahrung
Land- und Wasserpflanzen wie Gräser, Stauden, Kräuter. Gern wird Klee und Löwenzahn genommen. Aber auch Wurzeln und Beeren. In strengen Wintern sind die Graugänse fast ausschließlich von abgeernteten Feldern abhängig.

Graugans mit Nachwuchs

Verhalten
Die Graugans ist tag- und nachtaktiv. Bei längeren Flügen V-förmige Flugformation.
Beim Landeanflug fast spielerisches Abtrudeln; auch Überschlagen kommt vor.
Nahrungserwerb meist weidend an Land. Aber auch schwimmend und gründelnd.
Außerhalb der Brutzeit sehr gesellig. Oft in großen Schwärmen.
Kurz vor und während der Brutzeit erfolgt eine Absonderung der Paare und dann sind sie gegenüber anderen Artgenossen sehr aggressiv.

Fortpflanzung
Dauerehe. Die Nistplatzwahl erfolgt durch beide Vögel. Wobei letztendlich das Weibchen der aktivere Teil ist. Nestverteidigung durch das Männchen. Das Nest liegt meist direkt oder bei Gelegenheit über dem Wasser. ( Kopfweiden usw. ) Das Nest wird mit Dunen ausgelegt, die auch bei längerer Abwesenheit zum Abdecken der Eier genutzt werden.
Gelegegröße meist 4-9 aber auch mehr. Eine Jahresbrut. Eier weißlich bis gelblich. Jungen kehren anfänglich zum Nest zurück und schlafen mit dem Weibchen dort. Die Familie hält den Herbst und Winter eng zusammen.

Alter
Ältester Ringfund 17 Jahre



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