Turmfalke

Turmfalke (Falco tinnunculus)

Familie: Falken (Falconidae)
Ordnung: Greifvögel (Falconiformes)

Autor: Sönke Morsch
Mail: smorsch at natur-lexikon.com

Website : www.fotonatur.de

Dokument: SM 00010

Vogel des Jahres 2007

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Kennzeichen
Ein kleiner Falke mit rotbrauner Oberseite und langen Flügelspitzen. Sein Schwanz ist ebenfalls lang. Am Kopf findet sich ein blaugrauer Bartstreif; die Kehle meist sehr hell.

Verbreitung und Bestand
Der Turmfalke ist der weitverbreiteste Falke Europas. Verbreitungslücken sind in stark bewaldeten Gebieten. Er ist auf allen Kontinenten anzutreffen. In Amerika und Australien leben verwandte Arten. In Spanien, Frankreich, Italien und Russland ist der Bestand durch die intensive Betreibung der Landwirtschaft zurückgegangen.

Wanderungen
Strich- und Standvogel in Mitteleuropa.

Biotop
Er lebt auf freie Flächen mir niedriger Vegetation. Sein Jagdgebiet kann mehrere Kilometer vom Niststandort entfernt liegen. Bei geschlossenen Wäldern nur am Rand.


Nahrung
Kleine Bodentiere, vor allen Mäuse. Aber auch Maulwürfe, Reptilien, Kleinvögel und Insekten. Sein Nahrungsbedarf beträgt ca. 2 Mäuse am Tag.

Turmfalke im Fall Turmfalke mit Beute

Verhalten

Der Turmfalke ist Tagaktiv, doch findet seine Jagd auch bis tief in die Dämmerung hinein statt. Schneller, hastig wirkender Flügelschlag; mitunter auch kreisend. Charakteristisch ist dabei das Rütteln. Er jagt auch von der Sitzwarte aus. Es kommt auch die Nestplünderung vor. Sein Nestterritorium verteidigt er. Vor der Brutzeit finden Flugjagden bei Männchen und Weibchen statt. Balzflug des Männchens. Artgenossen werden durch Luftattacken aus dem Revier vertrieben.

Fortpflanzung

In der Stadt beginn der Brut schon im Februar. Sonst März/April. Nistplätze in der Stadt auf hohen Türmen und Gebäuden. Natürliche Nistplätze sind Felsnischen- und Höhlen, Nester von Elstern, Rabenkrähen, Greifvögeln und Reihern. Turmfalken nehmen auch Nistkästen an. Die Eier werden ohne Nistmaterial abgelegt. Die Eier sind gelblichweiß mit rötlicher Fleckung. Gelegegröße 4-6 Eier. Das Weibchen brütet allein. Das Männchen übergibt die Beute dann an das Weibchen.

Alter

Ältester Ringfund 16 Jahre, 14 Jahre und 3 mal 10 Jahre.



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