Goldammer Männchen

Goldammer (Emberiza citrinella)

Familie: Ammern (Emberizidae)
Unterordnung: Singvögel (Passeres)
Ordnung: Sperlingsvoegel (Passeriformes)

Autor: Sönke Morsch
Mail: smorsch at natur-lexikon.com

Website : www.fotonatur.de

Dokument: SM 00009

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Männchen

Status
Sehr häufiger Brut- und Jahresvogel.

Kennzeichen

Schlanker als Haussperling, langschwänzig, Schwanz leicht gekerbt.Weiße äußere Steuerfedern. Für das Männchen typisch ist die auffällige Gelbfärbung von Kopf und der Unterseite, sowie das rostbraune Brustband. Der gelbe Kopf ist im Flug gut zu sehen, ebenso der zimtbraune Bürzel. Die Weibchen zeigen weniger Gelb, unterseits gestreift.

Goldammer auf Baumstumpf

Verbreitung und Bestand
Mit Ausnahme von Island, den Mittelmeerinseln und dem hohen Nordens Skandinaviens und Rußlands, findet man die Goldammer überall. In Neuseland wurde die Art eingebürgert. In vielen Gebieten Bestandsrückgang. Die Ursache dafür ist wahrscheinlich die moderne Landwirtschaft. Insbesonders die Ausräumung der Natur. In Holland wurde die Art auf die Rote Liste gesetzt.

Wanderungen
Nur in Nordeuropa Kurzstreckenzieher, sonst Standvogel.

Biotop
Feldflur mit Gebüsch, Hecken, Gehölzen und Brachflächen. Aber auch Waldränder, niedrige Forstkulturen und Baumreihen. Im Winter vor allen auf abgeernteten Getreidefeldern. Geht auch an Futterstellen von Hühner, Gänsen und Enten.

Goldammer mit Beute
Weibchen

Nahrung
Vor allen Sämereien. Im Sommer dienen auch viele Insekten und Spinnen als Nahrung.

Verhalten
Gemeinsame Schlafplätze vor allem in Dornhecken und Schonungen. Die Nahrungssuche erfolgt auf dem Boden in niedriger Vegetation oder auf freien Flächen. Insekten werden auch von Bäumen abgelesen, können aber auch im Flug erbeutet werden. Territorial zur Brutzeit. Außerhalb der Brutzeit in Trupps und Schwärmen unterwegs, vermischt mit Grünfinken und Feldsperlingen. Gesang exponiert auf einer Baum- oder Buschspitze. Der Schnabel ist dabei weit aufgesperrt. Der Gesang der einzelnen Männchen variiert.

Goldammer

Fortpflanzung
Monogame Saisonehe. Nistplatzwahl durch das Weibchen. Nest auf dem Boden in der Vegetation versteckt, bevorzugt Böschungen. Auch in niedrigen Büschen, meist unter 1 Meter Höhe. Das Weibchen baut das Nest alleine und brütet, wird vom Männchen gefüttert. Gelegegröße 3-5 Eier. Grundfärbung der Eier weiß, mir bläulichen Anflug. Hellgraue, rötlichpurpurne Flecken und Linien. 2 Jahresbruten. Brutbeginn Mitte April.

Nur das Weibchen hudert, das Männchen übergibt in dieser Zeit das Futter dem Weibchen.

Alter.
Ältester Ringfund 11.5 Jahre.

Allgemeines
Im Volksmund wird der Gesang “ wie wie wie hab ich Dich liiiieb “ übersetzt Der Gesang ist in den einzelnen Gegenden verschieden, man spricht vom Dialekt.

Die Goldammern gehören zu den wenigen Vogelarten die auch in der Mittagshitze singen



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Goldammer

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