Feldsperling

Feldsperling (Passer montanus)
syn. Spatz, Feldspatz

Familie: Sperlinge (Passeridae)
Unterordnung: Singvögel (Passeres)
Ordnung: Sperlingsvoegel (Passeriformes)
Klasse: Vögel (Aves)

Autor: Sönke Morsch
Mail: smorsch at natur-lexikon.com
Website : www.fotonatur.de

Dokument: SM 00008

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Kennzeichen
Der Feldsperling Schlanker und kleiner als der Haussperling. Er ist kleinköpfiger, nur das Kinn ist schwarz, der ausgedehnte Latz des Haussperlings fehlt. Oberkopf einschließlich Nacken und Halsseiten kastanienbraun. Schultern und Vorderrücken sind rotbraun mit schwarzen Streifen. Hinterrücken und Bürzel sind einfarbig gelbbraun. Männchen und Weibchen sind gleich gefärbt.

Spatz

Verbreitung und Bestand
Feldsperlinge sind eigentlich auf der ganzen Welt anzutreffen. Eingebürgert sind sie in Nordamerika und Australien. Er fehlt in Europa nur auf Island und in Mittel- und Nordskandinavien. Die Intensivierung der Landwirtschaft ist für den Bestand des Feldsperlings nicht gerade förderlich. Gebietsweise deutliche Rückgänge des Bestandes.

Feldspatz

Wanderungen
In Mitteleuropa ist der Feldspatz ein Jahresvogel. In Nordeuropa kann es zum Ziehen des Vogels kommen. Funde auf Bohrinsln beweisen dieses. Er ist sehr brutortstreu.


Biotop
Offene Kulturland, Stadt- und Dorfränder. Vielerorts auch direkt in Dörfern und Siedlungen.

Feldsperling auf Ast

Nahrung
Sämereien von Gras, Kräutern und Getreide. Vor der Brutzeit auch Insekten. Nestlingsnahrung sind kleine Insekten
(Blattläuse). Später dann größere Insekten wie Raupe, Heuschrecken, Käfer usw.

Spatzen am Knödel

Verhalten
Er ist sehr gesellig. Schlafplätze der Gruppen in Bäumen und Hecken. Nach dem Laubabfall Übernachtung in Höhlen. Nahrungssuche auf dem Boden oder in Büschen und Bäumen, meist immer in Deckungsnähe. Bei Störung und Beunruhigung steigt der Schwarm gemeinsam auf, anschließend kehren die Vögel einzeln nach und nach an den Futterplatz zurück. Auch an Futterplätzen sind Feldsperlinge oft zu finden. Jungvögel können in großen Schwärmen auftreten, dann vor allen in reifen Getreidefeldern. Vergesellschaftung mit Ammern, Haussperlingen und Finken. Er ist deutlicher scheuer als der Haussperling.

Seldsperling im Sonnenuntergang

Fortpflanzung
Saisonehe, aber es wurden auch schon Dauerehen von vier Jahren nachgewiesen. Lebenslange Nistplatztreue. Die Nesthöhlen werden schon im Herbst besetzt und dienen im Winter als Schafplätze. Der Neststand befindet sich überwiegend in Baumhöhlen, Nistkästen, Mauern und Felsenlöchern, unter Dächern von Bauten, Mehlschwalbennester und im Unterbau von Horsten großer Greifvögel, Störche und von Reihern. Am Nestbau sind beide Partner beteiligt. Die Eier sind variabel gefärbt. Grundfarbe weiß, bläulich oder grünlichweiß, stark braun gefleckt. Gelege durchschnittlich fünf Eier. 2 Jahresbruten wohl die Regel. Beide Partner brüten, wobei das Weibchen den größeren Anteil hat, vor allen Nachts. Brutdauer 11 - 14 Tage.

Spatzen am Knödel

Alter
Ältester Ringfund 12 Jahre und 10 Jahre.

Allgemeines
Ein vom Aussehen meist unterschätzter, sehr attraktiv Vogel. Früher wurde er in der Landwirtschaft nicht gern gesehen. Massenverfolgung.



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