Alpenstrandläufer

Alpenstrandläufer (Calidris alpina)

Gattung: Strandläufer (Calidris)
Familie: Schnepfen (Scolopacidae)
Ordnung: Wat-, Möwen-, Alkenvögel (Charadriiformes)
Klasse: Vögel (Aves)

Autor: Sönke Morsch
Mail: smorsch at natur-lexikon.com

Website : www.fotonatur.de

Dokument: SM 00006

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Kennzeichen
Etwa starengroß, mit relativ langen Hals. Leicht gebogener Schnabel, verhältnismäßig kurze Beine. Schnabel schwarz, Füße schwärzlich. Dunkelbraune Augen.

Im Prachtkleid leicht am schwarzen Brustfleck zu erkennen. Das helle Schlichtkleid läßt die Verwechslung mit dem etwa gleichgroßen Sichelstrandläufer zu.

Alpenstrandläufer im Flug

Verbreitung und Bestand
Zugvogel; Der häufigste und regemäßigste Durchzügler im Wattenmeer, selten im Binnenland. Kann ähnlich den Staren in riesigen Schwärmen auftreten.

Brutvogel auf Island, Britischen Inseln, Skandinavien und rund um die Ostsee. Die südlichsten Brutplätze liegen in Nordeutschland und Polen. Außerhalb von Europa in den Tundren Sibiriens bis an den Pazifik. Weiterhin im arktischen Amerika und Grönland.

Durch Biotopzerstörung ist sinkt der Bestand in manchen Ländern.

Wanderungen
Winterquatiere in NW-Europa bis W-Afrika, Mittelmeer. Wichtige Sammelpunke Nordseeküste und Atlantikküste.

Biotop
Brutbiotope sind nasse wenig genutzte Wiesen, Heidegebiete, Moore, Salzwiesen und Tundren. Keine hohe Vegetation. Außerhalb der Brutzeit feste und feuchte Schlickflächen in Gezeitenzonen, Flußmündungen.

Alpenstrandläufer Abflug

Nahrung
Am Brutplatz hauptsächlich Insekten und deren Larven ( Zuckmücken). Zur Zugzeit Schnecken, Würmer, Muscheln und kleine Krebstier.

Verhalten

Tag- und Nachtaktiv. Überwiegend Nachtzug. Nahrungssuche an der Küste, gezeitenabhängig. Reißender Flug, läuft schnell. Sondiert den weichen Boden nach Nahrung. Reviermarkierung im Singflug mit steilen Spiralen aufsteigend. Zug in kleinen Trupps oder einzeln. Am Rastplatz Zusammenschluß zu großen Schwärmen. Neigt zu Vermischung mit anderen Strandläufern,anderen Limikolen und Staren. Paarbildung am Brutplatz.

Fortpflanzung
Schon im ersten, meist aber wohl im zweiten Jahr geschlechtsreif. Partnerbindung löst sich schon wärend der Jungenaufzucht. Nest meist gut versteckt in der Vegetation. Planzen werden nach oben über dem Nest gezogen. Eier hellbraun bis grünlich-braun, Flecken hell- bis dunkelbrau. Gelege meist vier Eier. Legebeginn in S.- H. Mitte April.
Jungen verlassen nach trocken werden das Nest. Küken werden zunächst von beiden Elternteilen betreut. Das Weibchen verläßt meist die Jungen bereits nach 10 Tagen.

Alter
Ältester Ringfund 24, 20, 16, 14 und 11 Jahre.

Verwechslung
Sichelstrandläufer



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Alpenstrandläufer

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