Schneeammer

Schneeammer (Plectrophenax nivalis)

Familie: Ammern (Emberizidae)
Unterordnung: Singvögel (Passeres)
Ordnung: Sperlingsvoegel (Passeriformes)

Autor: Sönke Morsch
Mail: smorsch at natur-lexikon.com

Website : www.fotonatur.de

Dokument: SM 00002

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Kennzeichen
Sperling groß, gedrungene Gestalt; Schwanz relativ kurz; Flügel lang, Schnabel kurz; zu allen Jahreszeiten großer Teil der Flügel weiß ( im Flug gut zu sehen )

Das Männchen ist im Prachtkleid durch seine schwarzweiße Färbung sehr auffällig. Kopf, Hals und Unterseite sind weiß, der Rücken schwarz. Die Weibchen sind deutlich kontrastärmer gefärbt.

Verbreitung und Bestand
Zirkumpolar in denTundren. Kein anderer Landvogel brütet so weit nördlich. In vielen arktischen Gebieten sind Schneeammern die häufigsten Vögel. In Europa Spitzbergen, Schottland, Jan Mayen, Bäreninseln und in den Gebirgen Norwegens. An der Nordseeküste häufiger Wintergast.

Biotop
Flechtentundren mit wenig Vegetation bis Nahe an den Eisrand und hochgelegenen Fjällflächen. Oft auch in sehr steinigen Gelände. Im Winter auf übersichtlichem spärlich bewachsenen Gelände.

Nahrung
Vielfalt an Sämereien auch bodennahen Insekten.

Stimme
Gesang kurzer, klarer Triller mit raschen Tonhöhenwechsel. Lockruf kurz pfeifend, weit zu hören.

Verhalten
Haupsächlich Nahrungssuche auf dem Boden. Außerhalb der Brutzeit in artreinen Trupps. Bei der Nahrungssuche Vorwärtsbewegung in einer Richtung. Gesang von Warte oder vom Gleitflug aus.


Fortpflanzung
Monogame Saisonehe. Ankunft am Brutplatz je nach Schneeschmelze Mai bis Juni. Nest am Boden zwischen Steinen und Ähnlichem. Eier grünlichweiß bis rahmfarben. Gelege mit 4 -6 Eier. Weibchen brüten alleine, werden vom Männchen gefüttert.

Alter
Ältester Ringfund acht Jahre und sieben Jahre.

Allgemeines
In den arktischen Brutgebieten ist eine enge Nachbarschaft zum Menschen nicht selten. Die Nester können hier in Autowracks, alten Öelfässern und Ähnlichem zu finden sein.



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