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Heide-Wicke (Vicia orobus)
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Die Heide-Wicke kommt hauptsächlich in Westeuropa von Spanien, Frankreich, Teilen Deutschlands (u.a. Spessart, Hohes Venn) bis zu den britischen Inseln vor.

Sie wächst in leicht feuchtem, mildem, atlantischen Klima mit nicht zu strengen Wintern und benötigt kalkarme, sandige Lehmböden. Sie besielt Magerrasen, lichte Wälder, Hochstaudenfluren und Heideflächen. Insgesamt ist die Heide-Wicke sehr selten vorkommend und stark gefährdet. Insbesondere der Verlust von geeigneten Biotopen gefährdet ihren Bestand. Allerdings ist sie europaweit ungefährdet.

Die mehrjährige, sommergrüne, nicht kletternde Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von etwa 30 60 cm. Der aufsteigende bis aufrechte, kantige, gerillte Stängel ist mäßig bis dicht behaart. Die paarig gefiederten, in eine Grannenspitze (ohne Ranke) auslaufenden, gut 8 cm langen Laubblätter besitzen 16 24, 1 2,5 cm lange und 4 6 mm breite Teilblätter (Fiederblätter) die oberseits kahl und unterseits schwach behaart sind. Die ganzrandigen, Nektardrüsen freie, halbspießförmigen Nebenblätter sind etwa halb so lang, wie die Teilblätter. Die intensiv grünen Fiederblättchen sind immer fiedernervig.

Die sehr kurz gestielten, 1,5 2 cm langen, nickenden, weißen Blüten wachsen dicht einseitswendig in 5 - 8 cm langen Tauben zu 8-18 in den Achseln der oberen Blätter. Die verkehrt eiförmige Fahne ist violett geadert und oft lila überlaufen. Der kräftige Blütenstandstiel ist 4 8 cm lang. Die gelblich bis weißen, lila angehauchten Kronblätter sind kurz genagelt. Die Schiffchen sind kürzer, als die Flügel. Der Kelch ist schwach behaart. Die ungleich langen Kelchzähne haben etwa ¼ bis 1/3 der Länge der Kelchröhre. Die Staubbeutelröhre ist schief abgeschnitten.

Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, meist Bienen und Schmetterlinge mithilfe eines Bürstenmechanismus an den Blüten.
Die Heide-Wicke blüht von Mai bis Juli.

Die hängende, kahle, flache, 3 cm lange und etwa 4 8 mm breite, hellbraune Hülsenfrucht enthält 3 6 Samen. Die Verbreitung erfolgt durch den Schleudermechanismus der Hülsen. Die schwarz-braunen, zusammengedrückten, eiförmigen Samen besitzen eine glatte Oberfläche.

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Heide-Wicke |
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