Glücks-Klee

Glücks-Klee (Oxalis tetraphylla syn. Oxalis Deppei)
syn. Vierblättriger Sauerklee

Gattung: Sauerklee (Oxalis)
Familie: Sauerkleegewächse (Oxalidaceae)
Ordnung:
Sauerkleeartige (Oxalidales)
Klasse: Zweikeimblättrige (Dicotyledones)
Unterabteilung: Bedecktsamer (Angiospermae)
Abteilung: Samenpflanzen (Spermatophyta)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00303

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Siehe auch: Gartenpflanzen


Der Glücksklee gehört zu der Familie der Sauerkleegewächse, welche in Europa nur mit der Gattung Oxalis (Sauerklee), die etwa 12 Arten umfasst, vertreten ist. Der Glücksklee ist ursprünglich in Mexiko heimisch und weltweit als Glück bringende Garten- und Topfpflanze verbreitet. Eigentlich gelten ja nur die seltenen 4-blättrigen Exemplare des dreiblättrigen Weiß-Klees (Trifolium repens) oder Wiesenklees (Trifolium pratense) als echte Glücksbringer, aber der Glücksklee dient zumeist als guter Ersatz. Er ist nicht verwandt mit dem heimischen Klee, welcher zu den Schmetterlingsblütlern zählt. Vom Glücksklee sind verschiedene Varietäten bekannt.

Der Glücksklee bevorzugt sonnig warme, geschützte Standorte mit kalkarmen, eher sandigen Böden. Er bildet durch seine Zwiebeln kleine Pflanzengruppen aus.

Habitus Glücks-Klee

Es handelt sich um eine mehrjährige, krautige Zwiebelpflanze mit einer Wuchshöhe von etwa 20 – 40 cm. Die einzelnen, wechselständig wachsenden, dunkelpurpur ringartig gezeichneten Laubblätter sind lang gestielt und vierteilig gefingert. Die ganzrandigen oder schwach gelappten, kurz gestielten Teilblätter (Fiederblätter) wachsen umgekehrt dreieckig. Sie sind etwa 20 bis 60 mm lang und etwa genauso breit. An der Basis der Fiederblätter befinden sich kleine Gelenke, welche Kipp- oder Klappbewegungen der Teilblätter ermöglichen. Abends falten sie sich zu kleinen Schirmen zusammen.

Blütenstand Glücks-Klee

Die fünfzähligen, 2 – 3 cm breiten, lang gestielten, roten bis dunkelrosa gefärbten, zwittrigen  Blüten wachsen breit trichterförmig radiärsymmetrisch. Sie stehen zu 4 – 12 Blüten in doldenartigen Blütenständen. Die zehn Staubblätter sind in zwei Kreisen zu je fünf Staubblättern angeordnet. Die Tragblätter sind zwischen 2 und 8 mm lang. Der oberständige Fruchtknoten besteht aus 5 verwachsenen Fruchtblättern. Die etwa 2 cm lange Krone besteht aus 5, im unteren Bereich verwachsenen, freien Blättern, Die Kronröhre ist gelblich-grün gefärbt. Die Kelchblätter sind schmal eiförmig und schwach behaart.

Der Glücksklee blüht zwischen Juni und Oktober.

Glücksklee

Die Frucht ist eine fünffächrige, 5 – 12 mm große Kapsel mit schwacher Behaarung.

Die länglichen, braunen, etwa 2 mm großen Samen sind seitlich abgeflacht und zu einem Viertel vom Kelch eingeschlossen. Bei Reife platzt die Kapsel auf und die Samen werden durch osmotischen Druck herausgeschleudert. Der Innendruck entsteht durch Wassereinlagerung in innere stärkereiche Zellschichten (Schleuderschicht) der Samenschale.

Die kleinen bis 3,5 cm langen, runden Zwiebeln finden sich an fleischigen Wurzeln. Die unverzweigten Wurzeln besitzen nur wenige Haare und können daher nur ungenügend Wasser aufnehmen.

Blätter Gluecks-Klee

Glücksklee als Gartenpflanze
Der Glücksklee ist nicht voll winterhart, daher müssen die Zwiebeln im September ausgegraben und trocken gelagert überwintert werden. Er kann im Kalthaus vorgezogen werden und ab Mai ins Freiland gepflanzt werden. Alternativ kann auch die Ausaat der Samen ab Mai im Freiland erfolgen.

Der Glücksklee wird oftmals auch als Topfpflanze genutzt bzw. zu Neujahr verschenkt. Die Topfpflanzen benötigen ausreichend Wässerung und leichte monatliche Düngung. Zudem sollten sie immer in voller Sonne stehen, da der Glücksklee sehr viel Licht benötigt, allerdings sollte es dabei nicht zu warm werden.

Auch in Balkonkästen und Pflanzschalen kann er gut gedeihen. Die Topfpflanzen können nach der Frostperiode ins Freie gestellt und im frühen Herbst wieder an einen kühlen Platz hereingeholt werden.

Close-up Glücks-Klee



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