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Grüne Krabbenspinne (Diaea dorsata) Stamm: Gliedertiere (Arthropoda) Autor: Matthias Zimmermann Dokument: MZ 00281 ► mehr Spinnen |
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Man findet die Grüne Krabbenspinne an halbschattigen bis sonnigen Plätzen der Strauchschicht in Waldnähe, auf Blättern oder Baumstämmen, an Wegrändern, Teichbereichen oder in lichten Laubwäldern (vorzugsweise Eichen). In ganz Mitteleuropa ist die Grüne Krabbenspinne regelmäßig bis häufig anzutreffen. In Europa ist von dieser Gattung nur eine Art heimisch. Insgesamt sind etwa 40 verschiedene Arten der Familie der Krabbenspinnen in Europa bekannt.
Die Weibchen erreichen eine Körperlänge von 6 bis 7 mm und die Männchen von 4 5 mm. Der Hinterleib ist flach und schmal-eiförmig geformt. Der Vorderkörper und alle Beine sind leuchtend grün gefärbt.
Die Augen sind weiß umrandet. Bei den Männchen finden sich an den Augen und Beinen deutliche braune Flecken. Der Hinterleib (Optisthosoma) hat eine weiß-gelbe Grundfärbung und eine breite braune, blattartige Zeichnung mit hellen Flecken. Auf dem Hinterleib finden sich kurze hellbraune Haare.
Wie bei allen Krabbenspinnen sind ihre vorderen Beinpaare extrem weit seitlich gestellt, so dass sie wie eine Krabbe laufen kann. Die hinteren Beinpaare sind deutlich kürzer und zierlicher.

Die Grüne Krabbenspinne ist in ihrer typischen Färbung eigentlich fast unverwechselbar. Sie kann nur evtl. mit Misumenops tricuspidatus verwechselt werden. Beide unterscheiden sich aber sehr deutlich in der Form des Hinterleibs und der Zeichnung auf dem Hinterleib.
Die zweite ähnliche Art der Gattung (Diaea pictilis) besitzt einen roten Vorderkörper und rote Beine. Sie ist in Südost-Europa heimisch und kommt in Deutschland extrem selten vor.
Die nicht ausgewachsenen Jungspinnen überwintern in Laub, unter Baumrinde oder Streu. Die letzte Häutung findet Anfang Mai statt und so sind ab Mitte Mai die ausgewachsenen Spinnen anzutreffen. Erwachsene Tiere sind zwischen Mai und Juli aktiv.

Die Männchen vollziehen im „Kommentkampf“ um die Weibchen Rituale, in denen sie sich stundenlang mit ausgebreiteten Vorderbeinen umkreisen und Kopf an Kopf stoßen, sich aber dabei nicht verletzen. Zu der Begattung hängt das Weibchen in einer Art Starre an einem Faden, dass Männchen nähert sich so der Bauchseite und besteigt das am Faden hängende Weibchen.
Wie alle Krabbenspinnen besitzt die Grüne Krabbenspinne keinen Schlupfwinkel und baut keine Fangnetze, sie ist ein reiner Lauerjäger. Sie jagt kleine bis mittelgroße Insekten. Dazu sitzt sie fast unbeweglich und wartet bis diese in ihrer Nähe landen um sie dann blitzschnell zu überwältigen. Kommt ein Opfer in die Nähe wird es mit den Vorderbeinen erfasst und mit einem Giftbiss gelähmt. Die Beutetiere werden nur ausgesaugt, so dass die leeren Insektenhüllen verbleiben.

Entsprechend sind Krabbenspinnen aber auch gegen Freßfeinde ungeschützt und verstecken sich bei Störungen schnell unter Blättern etc. Nach kurzer Zeit kommen sie wieder hervor und nehmen ihren vormaligen Platz wieder ein. Ähnlich wie die Springspinnen können sie hervorragend sehen und entdecken mögliche Feinde sehr frühzeitig.
Krabbenspinnenspinnen haben ihren Namen wegen ihrer Fähigkeit seitwärts zu laufen erhalten.

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Grüne Krabbenspinne |
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