Wolliger Hahnenfuß

Wolliger Hahnenfuß (Ranunculus lanuginosus)

Gattung: Hahnenfuß (Ranunculus)
Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Ordnung : Hahnenfußartige (Ranunculales)
Klasse: Zweikeimblättrige (Dicotyledoneae)
Unterabteilung: Bedecktsamer (Angiospermae)
Abteilung: Samenpflanzen (Spermatophyta)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00280

► Siehe auch: Giftpflanzen


Der Wollige Hahnenfuß gehört zu den seltenen Hahnenfußarten in Deutschland und Mitteleuropa, wo er auch heimisch ist. Er liebt kalkhaltige, nährstoffreiche, leicht sickerfeuchte Waldböden, aber auch Lehm- oder Tonböden in schattigen oder halbschattigen Lagen. Man findet in ihn Laubmischwäldern, Schluchtenwäldern und den feuchten Auenwäldern. In Höhenlagen wächst er bis etwa 2.000 Meter. Im Gegensatz zu den meisten anderen Hahnenfußgewächsen handelt es sich bei ihm um eine typische Waldpflanze. Oftmals tritt er in größeren Beständen auf. Bei der Umwandlung von Laubwäldern in Nadelwälder gehen die Bestände des Wolligen Hahnenfußes meist verloren.

Habitus Wolliger Hahnenfuß

Es handelt sich um eine mehrjährige Pflanze mit einer Wuchshöhe von etwa 40 – 70 cm. Die kräftigen, unten hohlen, stark verzweigten Stängel sind vielblütig, oben rau abstehend und im unteren Bereich weich behaart. Sie wirkt deutlich stattlicher als der Scharfe Hahnenfuß. Die oftmals gelb-grünen, handförmigen, grundständigen, lang gestielten, 5-spaltigen Blätter sind dreiteilig und besitzen unregelmäßig gesägte, tiefe Abschnitte. Sie sind bis zu 15 cm lang und breit.

Blüte Wolliger Hahnenfuß

Die oberen, wechselständigen Stängelblätter wachsen sitzend und sind bis zum Grund dreigeteilt. Die lanzettlichen Abschnitte sind ebenfalls gezähnt. Die unteren Stängelblätter sind kurz gestielt und den Grundblättern in Form und Größe ähnlich.

Blatt Wolliger Hahnenfuß

Die orange-gelben, 1,5 – 3 cm großen Blüten stehen einzeln am Ende der Stängel im einem traubig-rispigen Blütenstand. Die langen, behaarten Blütenstiele sind rund und nie gefurcht. Die fünf glänzenden Blütenblätter sind verkehrt eiförmig. Die fünf hell behaarten, unscheinbaren Kelchblätter liegen direkt oder locker an den Kronblättern an und sind niemals zurückgeschlagen. Der Blütenboden ist kahl. Zahlreiche Staubgefäße und Fruchtknoten sind vorhanden. Es sind blumenblattartige Honigblätter vorhanden, an deren Basis sich eine Nektardrüse befindet. Die ausgebreiteten Blüten bieten Nahrung für viele Insekten.

Offene Blüte Wolliger Hahnenfuß

Der Wollige Hahnenfuß blüht zwischen April und Juli.

Die ovalen, flachen Nussfrüchtchen sind etwa 3 – 4 mm lang und schwach gerandet. Der zugespitzte Schnabel ist etwa 1,5mm lang und hakig gebogen.

Die ausdauernde Pflanze besitzt nur kurze Rhizome.

Der Wollige Hahnenfuß als Giftpflanze
In der gesamten Pflanze findet sich, wie auch bei den anderen Hahnenfußarten, giftiges Protoanemonin, allerdings nur in geringen Mengen. Der Pflanzensaft kann auf der Haut zu Reizungen führen.

Nach dem Verzehr größerer Mengen Pflanzenmaterials kann es zu Reizungen der Magen- und Darmschleimhäute kommen.



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